Handball: Abschiedsspiel für Jens Schnaithmann

Handball : Ein heimlich vorbereitetes Abschiedsspiel für Jens Schnaithmann

Viele ehemalige Weggefährten überraschten den Spieler der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen. Uwe Steinbrink kehrte noch einmal auf die Trainerbank zurück.

Jens Schnaithmann soll zunächst wenig begeistert gewesen sein. Seine Frau verband ihm am Samstag die Augen und lockte ihn in die Sporthalle des Albert-Einstein-Gymnasiums. Dort angekommen, benötigte er sehr bald die Augenbinde, um die Tränen der Rührung zu trocknen. Schnaithmann, der beim Handball-Verbandsligisten HSG Vennikel/Rumeln-/Kaldenhausen zum Ende der vergangenen Saison die Schuhe an den Nagel gehängt hatte, erhielt ein heimlich vorbereitetes Abschiedsspiel.

Einige Teamkollegen hatten das Spiel heimlich über das Internetnetzwerk Facebook und den Nachrichtendienst Whatsapp vorbereitet. Die HSG, die am Wochenende ein Trainingslager hatte, traf auf eine Allstar-Mannschaft mit alten Weggefährten von Schnaithmann. Der Aufwand war groß, trotzdem sickerte nichts durch – eine gelungene Überraschung für den „Schneemann“.

Ein Dank von Jens Schnaithmann an HSG-Trainer Peter Wiedemann. Foto: NRZ

Dabei lebte auch der OSC Rheinhausen, der bekanntlich die Handballsparte aufgelöst hat, wieder auf. Trainer-Urgestein Uwe Steinbrink saß zusammen mit Betreuer „Vadder“ Klinz auf der Bank Die Liste der Spieler ließ die Herzen der OSC-Fans auf den Rängen höher schlagen: Unter anderem waren Thorsten Langwald, Fabian Schneider, Achim Schürmann, Oliver von Ritter, Dirk Rahmel, Norbert Rost, Michael Schubert und Tobias Bochwitz dabei. Auch der TV Aldekerk, für den Schnaithmann als Spieler und Co-Trainer aktiv war, war bei der Abschiedsgala im AEG vertreten.

Auch der frühere OSC-Trainer Uwe Steinbrink (rechts) war dabei. Foto: NRZ

Auch HSG-Trainer Peter Wiedemann war gerührt: „Jens ging aus unserer Jugend hervor und ist am Ende zurückgekehrt. Da schließt sich ein Kreis.“ Wie es sich für Handballer gehört, folgte nach dem Match die dritte Halbzeit. Während sich die „Ehemaligen“ am Sonntag erholen konnten, mussten die HSG-Spieler wieder ran. Das Trainingslager war noch nicht beendet.

(SNö/D.R.)