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Lokalsport: Hamborn mischt bei den Besten mit

Lokalsport : Hamborn mischt bei den Besten mit

Das Squash Inn Team hat sich als eines von vier Teams für die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert.

Sein Saisonziel hat das Squash Inn Team Hamborn bereits erreicht. "Wir wollten in die Playoffs einziehen und die Top-Teams aus Paderborn und Worms ärgern", sagt Teamchef Martin Jäger, und fügt zufrieden an: "Beides haben wir gut hinbekommen."

Als Dritter hat sich der unweit des Landschaftsparks beheimatete Verein, der erst seit 2010 in der Bundesliga spielt, für die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert. Nach dem dritten Spieltag und dem überraschenden 3:1-Sieg in Worms hatten die Hamborner sogar kurzzeitig die Tabellenführung inne. Unantastbar war in der Punkterunde hingegen der Paderborner SC. Angeführt von Simon Rösner, dem deutschen Ausnahmekönner, der auf dem Sprung in die Top Ten der Weltrangliste ist, sammelte der neunmalige Meister 29 von 30 möglichen Zählern. "Paderborn ist das Maß der Dinge. Wenn sie aus dem Vollen schöpfen können, ist es schwierig bis unmöglich, sie zu schlagen", erklärt Jäger, dessen Mannschaft dem großen Titelfavoriten mit 0:4 und 1:3 unterlag.

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Die Hamborner Höhepunkte, neben dem Überraschungscoup in Worms, waren die Auftritte der ausländischen Spitzenspieler. Der Engländer Tom Richards und der Niederländer Laurens Jan Anjema, die in der Weltrangliste aktuell die Plätze 12 und 13 belegen, kamen jeweils zwei Mal zum Einsatz, der junge Finne Henrik Mustonen bestritt drei Mal das Spitzeneinzel. Zu Dauerbrennern avancierten Rudi Rohrmüller, Stefan Leifels und David Kandra, die an allen zehn Spieltagen in den Court gingen. Die beste Siegquote konnte dabei Leifels aufweisen. Der Routinier, dessen Erfolge wenigstens zwei Seiten füllen könnten, musste sich nur den Nationalspielern Raphael Kandra und André Haschker geschlagen geben.

Erstmals Bundesliga-Luft schnuppern durfte derweil Christian Sartingen. Der 24-Jährige, der ansonsten in der Zweiten Liga Nord und in der Regionalliga Rheinland zum Schläger greift, durfte zum Abschluss gegen den SC Maintal ran. "Er hatte sich diese Chance verdient, weil er bis vor kurzem noch in der Landesliga gespielt hat und sich seitdem peu à peu gesteigert hat", erklärt Martin Jäger.

Gegen den erfahrenen Maintaler Andreas Omlor musste sich Sartingen, der auch für den Handball-Bezirksligisten Hamborn 90 die Knochen hinhält, zwar in vier Sätzen geschlagen geben, bot dabei aber eine ansprechende Vorstellung. Mittelfristig ist mit dem Eigengewächs an Position vier zu rechnen, beim diesjährigen Final Four wird Sartingen jedoch nur zuschauen. Schließlich wollen die Hamborner bei der Endrunde, die am 10. und 11. Mai im schwäbischen Böblingen ausgetragen wird, mit dem stärksten Aufgebot für eine Überraschung sorgen.

Dass sich dieses Vorhaben schwer realisieren lassen wird, steht außer Frage, gibt sich doch die absolute Weltspitze ein Stelldichein. "Das wird ein Wahnsinns-Event", sagt Jäger: "Und wir sind mittendrin und können als Außenseiter den Großen das Leben schwer machen."

(kök)