Lokalsport: Hamborn 07 und DSV 1900 sind mit Spielabbruch einverstanden

Lokalsport : Hamborn 07 und DSV 1900 sind mit Spielabbruch einverstanden

Fußball: Ein starkes Gewitter hat am Donnerstag zum Abbruch der Landesliga-Partie geführt. Morgen sind beide Teams wieder gefordert.

Jörg Kessen setzt klare Prioritäten. "Es geht hier nur um Fußball. Da darf es keine Gefahr für Leib und Leben geben", sagt der Sportliche Leiter des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 nach dem Spielabbruch am Donnerstagabend bei Hamborn 07 angesichts der Nachricht, dass zeitgleich der Torhüter von B-Ligist Meiderich 06/95 II vom Blitz getroffen worden ist. "Die Entscheidung des Schiedsrichters war völlig richtig. Es war an sich nur schade, dass es nötig war, weil wir mehr vom Spiel hatten." Nach gut zehn Minuten dominierten die Gäste mit viel Ballbesitz das Geschehen und hätten kurz vor dem abrupten Ende durch Burak Öktem in Führung gehen müssen.

Am Sonntag geht es um 15 Uhr bei den Sportfreunden Niederwenigern weiter. Die stehen zwar nur zwei Plätze, dafür aber um acht Punkte besser als die Wanheimerorter da. "Die Hattinger sind fußballerisch stark. Wir müssen eng am Mann stehen", sagt Kessen. Diese Taktik ist in Rellinghausen schon aufgegangen. Für den privat verhinderten Mo Sadiklar steht Marcel Kischka im Tor, Henning Hopf fehlt berufsbedingt. "Wir klären gerade, ob die Gelbsperre von Hakan Yildirim durch das Abbruchspiel abgelaufen ist."

Auch für Michael Pomp war die Sache klar. "Der Schiedsrichter hat alles richtig gemacht", sagte der Trainer von Hamborn 07 über die Entscheidung zum Spielabbruch. Aber auch er hätte unter rein sportlichen Gesichtspunkten gern weitergemacht: "Insgesamt haben wir es bis dahin ganz ordentlich gemacht. Klar, der DSV hatte viel Ballbesitz, steht aber eben auch in einer Region, wo wir erst wieder hinwollen. Außer dem einen Torschuss haben wir aber nichts zugelassen."

Zudem spricht Michael Pomp vom Balanceakt, einerseits etwas wagen zu wollen, andererseits aber dem Gegner nicht zu viele Räume zu bieten. Den wird es auch am Sonntag wieder geben, wenn der direkte Tabellennachbar SV Hönnepel-Niedermörmter um 15.15 Uhr im Holtkamp gastiert. "Wir sind uns der Aufgabe bewusst, die da auf uns zurollt", sagt der Trainer. Die lange schwächelnde Mannschaft aus Kalkar unterstrich ihren Aufwärtstrend zuletzt mit dem 0:0 beim FSV Duisburg, das angesichts besserer Chancen auch ein Sieg hätte werden können. "Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel für uns", sagt Hö./Nie.-Coach Georg Mewes. Bei den Löwen ist Blinort Namoni ein Kandidat für eine Rückkehr in die Startformation.

(the/T.K.)