Hamborn 07 und BW Dingden marschieren weiter im Gleichschritt.

Fußball : TuS Mündelheim ist nicht mehr zu retten

Fußball: Bezirksliga-Abstieg der TuS steht nach dem 2:4 gegen den VfB Homberg II fest. Buchholz beendet die Saison auf Platz drei.

Alles beim alten an der Spitze der Fußball-Bezirksliga: Die Sportfreunde Hamborn 07 bleiben durch das 3:0 gegen Meiderich 06/95 ganz oben, Blau-Weiß Dingden hält den exakten Abstand durch ein 3:0 gegen SpVgg. Sterkrade 06/07. Im Keller dagegen ist eine Entscheidung gefallen: Die TuS Mündelheim steht als Absteiger fest.

Hamborn 07 – Meiderich 06/95 3:0 (1:0): Spielerisch waren die Löwen durchweg das bessere Team, verpassten aber eine frühzeitige Entscheidung. Spätestens nach dem zweiten Treffer von Tim Keinert in der 70. Minute war die Messe aber endgültig gelesen. 07-Trainer Michael Pomp war dennoch nicht gänzlich zufrieden: „Ich hatte das Gefühl, dass wir heute gar nicht ans Limit gehen mussten. Wenn man das kann, ist das gut, aber wir müssen an den letzten beiden Spieltagen unbedingt nochmal einen Gang hochschalten. Ich gehe nämlich davon aus, dass wir beide Spiele gewinnen müssen.“ Den dritten Treffer erzielte der eingewechselte Nils Bothe. Für die Meidericher hat sich im Abstiegskampf nichts geändert. Weil auch Arminia Lirich patzte, bleibt der Abstand identisch. Harald Schüffeln war mit dem Auftritt der Meidericher nicht unzufrieden: „Wir haben bis zum 0:1 sehr ordentlich mitgespielt. In den letzten 20 Minuten haben wir alles auf eine Karte gesetzt und den zweiten Sechser aufgelöst. Leider hat das nichts gebracht, wobei man aber auch sagen muss, dass Hamborn spielerisch schon deutlich besser war.“

Viktoria Buchholz – VfB Bottrop 6:1 (1:1): Die Viktoria hat nach Anlaufschwierigkeiten einen souveränen Heimsieg eingefahren und wird die Saison als Dritter beenden. Trainer Maik Sauer fand den Sieg auch in der Höhe völlig verdient: „Wir haben uns in der ersten Hälfte gegen einen sehr aggressiven Gegner schwergetan. Nach der Pause haben wir einen Gang hochgeschaltet und waren durchgehend am Drücker. Bottrop konnte unser Tempo nicht mehr mitgehen. Auch deshalb, weil wir nicht mehr nachgelassen haben.“ Mann des Tages war Steven Tonski, der erst im zweiten Abschnitt eingewechselt wurde und trotzdem drei Tore erzielte. „Für ihn freut es mich besonders“, so Sauer, für dessen Team auch noch Maurice Rybacki (2) und Gianluca Altomonte trafen.

TuS Mündelheim – VfB Homberg II 2:4 (1:4): Die Hombergerlegten einen überragenden Start hin und lag nach Toren von Palla (2), Wiedemann und Nahircioglu schon nach einer halben Stunde mit vier Toren vorne. Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel und durch Björn Koths noch vor der Pause zum 1:4. Als Mündelheims Tom Straub durch einen Handelfmeter den zweiten Treffer besorgte, keimte bei der TuS noch einmal Hoffnung auf, zumal VfB-Defensivmann Özmen nach seiner Rettungstat auf der Linie mit Rot vom Platz musste. Doch der VfB ließ sich auch in Unterzahl die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Coach Sunay Acar war damit einverstanden: „Wir waren in der Anfangsphase unglaublich dominant und immer auf Ballhöhe. Nach dem 2:4 sind wir leicht ins Schwimmmen gekommen, wobei man aber nie das Gefühl hatte, dass das Spiel noch kippen könnte. Mündelheim hat sich insgesamt gut gewehrt und bis zum Ende alles gegeben. Schade, dass die Truppe absteigen muss.“

VfB-Torjäger Luca Palla (rechts) schlug in Mündelheim bereits zum 17. Mai in dieser Saison zu. Foto: Lars Fröhlich

DJK Vierlinden – Dinslaken 09 5:5 (2:3): Ein wahres Torspektakel gab es in Walsum. Die DJK begann katastrophal und lag nach einer halben Stunde mit 0:3 zurück. Mit dem 1:3 ging urplötzlich ein Ruck durch das Duric-Team, das nun mit dem Fußballspielen begann. Die Koncic-Brüder Benno und Niko jeweils doppelt sowie Edis Fazljija sorgten bis zur 85. Minute für eine 5:3-Führung, die aber nicht allzu lange Bestand hatte. Statt das Oberwasser zu nutzen, schenkte sich die DJK zwei weitere Gegentreffer förmlich selbst ein. Entsprechend enttäuscht war Almir Duric: „Es ist schön, dass wir den Klassenerhalt am Ende doch recht souverän geschafft haben. Aber die Art und Weise, wie wir heute verteidigt haben, war nicht mal Kreisliga-C-Niveau. Teilweise war das herzlos und eine einzige Katastrophe. Immerhin sind die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen.“

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