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Lokalsport: Genc Osman ohne "Killerinstinkt"

Lokalsport : Genc Osman ohne "Killerinstinkt"

Bezirksliga: Deshalb gibt es in Mintard lediglich ein 0:0. TuS Müdelheim fegt die Hamborner Zweitvertretung mit 7:3 vom Platz.

Nach sieben Siegen in Folge musste Fußball-Bezirksligist SV Genc Osman auf der Überholspur der Gruppe 3 den Fuß vom Gas nehmen. Der ehemalige Tabellenführer Blau-Weiß Mintard bremste den Höhenflug der Neumühler mit einem 0:0-Remis aus, so dass sich das weiter siegreiche Führungsduo Überruhr und Vogelheim am vorletzten Hinrundenspieltag auf drei Punkte vom Verfolger absetzen konnte. Auch Vierlinden und Meiderich spielten Remis, während sich die TuS Mündelheim im Derby gegen Hamborn 07 II den Frust von der Seele schoss.

Hamborns Trainer Hans Herr (rechts) konnte sich das Spielgeschehen nach dem Seitenwechsel nicht erklären. Sein Team bekam mit 3:7 eine schlimme Packung in Mündelheim. Foto: Franz Naskrent

Blau-Weiß Mintard - SV Genc Osman 0:0. Was Spitzenreiter Überruhr mit dem späten Siegtreffer in Bergeborbeck gelang, blieb dem Tabellendritten Genc Osman verwehrt. "Wir hatten kurz vor Schluss die Chance zum 1:0. Mit dem richtigen Killerinstinkt hätten wir als Sieger vom Platz gehen können", meinte Musa Celik, der jedoch ohne seinen effektivsten Angreifer Harun Celebi (Faserriss) auskommen musste. "Das hat sich bemerkbar gemacht", sah der Coach wenig Durchschlagskraft gegen die Blau-Weißen, die nach der Trennung von Coach Ulf Ripke im ersten Match unter dem bisherigen Co-Trainer Thomas Bertzki ein anderes Gesicht zeigten als bei der Misere der letzten Wochen. "Man muss aber auch mal mit einem Punkt ohne Gegentor in einem schweren Auswärtsspiel zufrieden sein", nimmt Celik das Positive mit.

Adler Union Frintrop - DJK Vierlinden 1:1 (1:1). Die erhoffte Konstanz, die Überlegenheit - wie zuvor beim 4:1 gegen Mündelheim geschehen - auch in Siege umzumünzen, konnte Almir Duric schon im nächsten Spiel wieder abhaken. Die einzige Konstante bei der DJK bleibt der Chancenwucher. "Unser Problem ist, dass wir das Tor nicht treffen", konnte Duric seinem Team ansonsten nichts vorwerfen. Die Jungs haben alles für den Sieg getan, aber wenn man seine Chancen nicht nutzt, kann man kein Spiel gewinnen", so der DJK-Coach. So kam eben die eine Unachtsamkeit, die sich sein Team beim Ausgleich nach Führung durch einen Strafstoß von Okan Yilmaz erlaubte, teuer zu stehen.

TuS Mündelheim - Hamborn 07 II 7:3 (1:2). Nach fünf Pleiten in Folge stoppte die TuS den freien Fall und setzt sich wieder auf sechs Zähler von der Gefahrenzone ab. "Wir haben uns etwas befreien können", meinte Frank Krüll damit nicht nur die Tabellenkonstellation, sondern auch die Köpfe der Spieler. "Dabei haben wir in der ersten Halbzeit gar nicht gut ausgesehen", so der TuS-Coach. "Nach dem 1:0 durch Malte Wissen dachten die Jungs wohl, das Spiel wäre schon durch. Aber nach der Pause haben wir uns am Riemen gerissen." Die Löwen spielten erst nicht mit. Mazlum Itmec und Mehmet Kilic drehten die Partie mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause. In dieser gab es dann "scheinbar einen Kommunikationsfehler", konnte sich Hans Herr das folgende Geschehen nicht anders erklären. "Ich habe gesagt, dass wir mit einer Fünfer-Kette absichern wollen, stattdessen rennen wir in Konter", ärgerte sich der 07-Coach über die erneute Wende durch ein Eigentor von Ender Türkmen und das 3:2 durch Dennis Schlee. Kevin Karczewski glich noch einmal aus, doch dann brachen endgültig alle Dämme im Hamborner Spiel. Ein Doppelpack von Benedikt Thülig, ein erneutes Eigentor von Daniel Surkau sowie das 7:3 durch Niklas Wojahn besiegelten die dritte Pleite der Löwen in Folge bei 5:18 Toren. "Wir können nicht sechs Tore schießen, um zu gewinnen", sieht Hans Herr "eine Menge Defensivarbeit" vor sich.

Meiderich 06/95 - Mülheim 07 4:4 (2:3). Nach der bitteren 0:2-Niedelage beim SC Frintrop schiebt sich 06 durch das Remis wieder auf zwei Punkte an Frintrop und das rettende Ufer heran. Nach dem 0:1-Rückstand drehten Marcel Gesemann und Riccardo Nitto die Partie, allerdings geriet Meiderich erneut mit 2:3 und 3:4 ins Hintertreffen, ehe erst Tim Munnes und dann Nitto kurz vor Schluss ausgleichen konnten.

"Es war sicher mehr drin, aber wenn man dreimal in Rückstand gerät, muss man mit dem Punkt leben können. Wenngleich er uns in unserer Situation nicht wirklich weiterhilft", meinte der Meidericher Coach Oliver Bähr.

(RP)