Gelb-Weiß Hamborn nimmt sich viel vor

Fußball : Gelb-Weiß Hamborn nimmt sich viel vor

Der A-Ligist, der die vergangene Saison auf Platz fünf beendet hat, will in der neuen Spielzeit wieder oben angreifen. Der Kader wurde verjüngt. Am Sonntag steigt die erste Partie gegen die Zweitvertretung von Duisburg 08.

Was der Trainer denn so zum Saisonziel gesagt habe, wollte Dirk Floß zum Abschluss des Pressetermins wissen. Die Antwort ließ den zweiten Vorsitzenden von Gelb-Weiß Hamborn aufhorchen: „Wieder oben mitspielen? Echt? Das wird nicht einfach.“ Mag stimmen, aber Dirk Kalthoff hat offenbar keine Lust, nach dem fünften Platz der Vorsaison in der Gruppe 2 der Fußball-Kreisliga A eine niedrigere Planung anzusetzen.

Warum sollte er auch? Der Kader, der die vergangene Spielzeit so bravourös bestritten hat, ist in weiten Teilen zusammengeblieben und wurde, wie Dirk Kalthoff findet, „sinnvoll verstärkt“. Einziger echter Abgang ist José Dobiegala, der nun wieder zusammen mit dem früheren Gelb-Weiß-Angreifer Daniel Coers für Bezirksliga-Aufsteiger Arminia Lirich spielt. Ansonsten hat sich Daniel Kremer zu den Alten Herren verabschiedet, während Tobi Mauritz und Daniel Marques als Stand-by-Akteure im Notfall weiter bereitstehen.

Auf der Gegenseite stehen vor allem Nico Fojcik, Noel Gottschling und Pascal Wohlgemuth für eine deutliche Verjüngung des Kaders. Das Trio kommt aus der A-Jugend von Kalthoffs früherem Klub SuS 09 Dinslaken. „Die drei haben sich schon hervorragend eingefügt“, meinen der Coach und sein „Co“ Milan Kljajic übereinstimmend. Vom Nachbarn und künftigen Gruppengegner Hertha Hamborn ist Mike Krawczyk zur Hennes-Jeschke-Sportanlage zurückgekehrt, Pascal Brosowski kommt vom B-Ligisten DJK Lösort Meiderich. Viel verspricht sich das Trainergespann auch von Marius Mikat vom Bezirksliga-Absteiger VfB Lohberg. Aus Ostwestfalen, wo er für den A-Ligisten Suryoye Paderborn auflief, hat es Sasan Ghazanfari aus beruflichen Gründen nach Duisburg gezogen.

Schließlich gibt es auch ein neues Gesicht zwischen den Pfosten: Tim Jerig wechselte vom DSC Preußen über die Ruhr und liefert sich nun einen Zweikampf mit Simon Timm, der momentan leicht die Nase vorn hat. Wer immer auch auflaufen wird, dürfte nach Meinung seines Trainers viel zu tun bekommen. „Mir ist ein 5:4 lieber als ein 1:0. Die Schalke-Taktik wollen wir hier nicht“, sagt „Kalli“.

Die Vorbereitung bezeichnen die Trainer als „durchwachsen“. Er habe sich „ein bisschen mehr vorgestellt“, sagt Trainer Dirk Kalthoff, der trotzdem zuversichtlich in die Auftaktpartie am Sonntag bei der Reserve von Duisburg 08 geht. Danach steht das Derby gegen die Reserve von Hamborn 07 an, die er nach Glückauf Möllen als weiteren Anwärter auf Platz eins sieht. Dass der in dieser Saison nicht automatisch den Aufstieg bedeutet, ärgert Kalthoff: „Es kann nicht sein, dass man am Ende als Erster nicht belohnt wird.“

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