Fußball: VfB Homberg setzt Siegesserie in Speldorf im Pokal fort

Fußball : VfB Homberg gewinnt in Speldorf nach Verlängerung mit 2:1

Die Siegesserie des Tabellenführers der Oberliga hält auch im Achtelfinale des Niederrhein-Pokals. Ferdi Acar macht den Erfolg in der 113. Minute mit einem Elfmeter-Tor perfekt.

Zum Einlauf der beiden Mannschaften ertönte an der Saarner Straße in Mülheim das Lied mit der Textzeile „VfB – die neue Macht am Niederrhein.“ Das Lied des VfB Speldorf darf der VfB Homberg gerne übernehmen. Denn auch im Niederrheinpokal ist der Oberliga-Spitzenreiter aus dem Duisburger Westen nicht zu stoppen, auch wenn er am Mittwochabend mehr als 90 Minuten brauchte, um die Siegesserie fortzusetzen. Das Team von Trainer Stefan Janßen gewann die Achtelfinalpartie beim Liga-Konkurrenten mit 2:1 (1:0, 1:1) nach Verlängerung. Nun stehen die Homberger im Viertelfinale. Die erste DFB-Pokalrunde ist nur noch drei Siege entfernt.

Der VfB hatte in der zweiten Runde bereits den SV Straelen besiegt und damit den „derzeit besten Niederrheinverein in der Regionalliga“, wie Stefan Janßen schon am Sonntag anmerkte. Er hofft nun auf ein attraktives Los. Für die Entscheidung sorgte Heimkehrer Ferdi Acar, der in der 113. Minute einen Foulelfmeter für den VfB verwandelte. Zuvor war Thorsten Kogel im Strafraum gefoult worden.

Auf dem Weg ins Viertelfinale erwischte der VfB unter dem schummrigen Speldorfer Flutlicht den besseren Start. In Anschluss an eine Ecke von Justin Walker köpfte Felix Clever den Ball zur Homberger 1:0 ins Netz (20.). Mit der Führung gingen die Gäste in die Kabine. Trainer Janßen dürfte beim Pausentee die mangelhafte Chancenverwertung angesprochen haben. Denn der VfB verpasste es, im ersten Durchgang einen komfortablen Vorsprung zu erzielen. Kogel verfehlte schon in der ersten Minute den Speldorfer Kasten nur knapp. Später ließen Rankl, Wibbe und Dertwinkel mehrere hochkarätige Chancen liegen.

Für Patrick Dertwinkel war die Partie nach 41 Minuten wegen muskulärer Probleme beendet. Für ihn kam Jonas Haub, der kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich verursachte. Er riss im Strafraum Deniz Hotoglu nieder. VfB-Torwart Kai Gröger, früher Duisburger Stadtmeister im Tennis, schoss den Elfmeter zum Ausgleich in den Winkel (48.).

In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Wibbe wurde im Strafraum geblockt, der Homberger reklamierte vergeblich ein Handspiel (54.), Manca verzog aus fünf Metern nur knapp (57.). Der Speldorfer Isshak verfehlte das Tor mit einem 18-Meter-Schuss nur knapp (64.). Auf der Gegenseite zwang Rankl den VfB-Keeper Gröger zu einer Glanzparade (67.). Gröger fischte in der 77. Minute den Ball nach einem Walker-Kopfball aus dem Winkel. Nach der darauffolgenden Ecke jubelten die Homberger nach einem Rankl-Kopfball, doch der Schiedsrichter sah das Spielgerät nicht hinter der Linie. Fünf Minuten später köpfte Kogel den Ball aus sechs Metern über das Tor. Bevor es in die Verlängerung ging, vergab Hotoglu noch eine Großchance für die Gastgeber.

Auch in der Verlängerung erspielten sich beide Mannschaften Chancen, wobei die Homberger die besseren Möglichkeiten verbuchten, aber immer wieder am glänzend aufgelegten Speldorfer Torwart scheiterten. Erst Acar durchschlug für den VfB vom Elfmeterpunkt aus den Knoten.

VfB Homberg: Offhaus – Kogel, Koenders, Wolf – Walker, Dertwinkel (41. Haub), Metin Kücükarslan (89. Acar), Manca (119. Schmitt) - Wibbe, ­Rankl. Tore: 0:1 Clever (20.), 1:1 Gröger (48., Foulelfmeter), 1:2 Kogel (113., Foulelfmeter).

(Sven/D.R.)