Fußball-Oberligist FSV Duisburg verpflichtet fünften Trainer der Saison

Fußball : Kowalczyk löst Mikolajczak beim FSV schon jetzt ab

Das bereits abgestiegene Schlusslicht der Fußball-Oberliga hat damit den fünften Trainer in der laufenden Saison verpflichtet.

Auch der vierte Trainer, den der FSV Duisburg im Verlauf der dem Ende zustrebenden Saison beschäftigt hat, verabschiedet sich vorzeitig von der Warbruckstraße. Christian Mikolajczak, seit Jahresbeginn beim Fußball-Oberligisten tätig, hat seinen für den Sommer bereits beschlossenen Abschied vom als Absteiger feststehenden Schlusslicht auf Wunsch des Vereins vorgezogen. Ab sofort übernimmt Markus Kowalczyk die sportliche Verantwortung.

„Ich habe den ,Miki’ gefragt, ob es in Ordnung wäre, wenn sein Nachfolger jetzt schon übernehmen könnte, um sich früher einzuarbeiten“, sagt Sportvorstand Erol Ayar. Der frühere Profi, der am Sonntag nach dem 0:5 beim 1. FC Kleve harte Worte gefunden hatte („Heute schäme ich mich, Trainer dieser Mannschaft zu sein“), willigte ein: „Die Vorbereitung auf die neue Saison muss jetzt erledigt werden.“

Vom neuen Mann, der sich sein künftiges Team in den vergangenen Wochen schon einige Male angeschaut hat, erhoffen sich die Verantwortlichen eine Trendwende nach einem durchweg enttäuschenden Jahr. Kowalczyk war noch bis Ende März Trainer beim Landesligisten SpVgg Sterkrade-Nord gewesen, bis die überraschende Trennung nach vier Jahren Amtszeit erfolgte – wegen unterschiedlicher Auffassungen, was die sportliche Ausrichtung angeht. Der 57-Jährige hatte zuvor lange bei Rot-Weiß Oberhausen im Nachwuchsbereich gearbeitet.

„Jetzt ist der komplett richtige Zeitpunkt, wenn man die Mannschaft umbauen will“, sagt Markus Kowalczyk, der sich von der sehr hohen Frequenz der Trainerwechsel beim FSV in den vergangenen Jahren nicht abschrecken lassen will. In den verbleibenden Wochen wird er gemeinsam mit seinem langjährigen Assistenten Volker Hohmann das aktuelle Team unter die Lupe nehmen, um festzustellen, wer auch in der Landesliga für den Klub wertvoll sein kann. „Natürlich ist es jetzt noch zu früh, über einzelne Spieler zu sprechen. Klar ist, dass jeder seine Qualitäten hat“, so Kowalczyk.

Der gebürtige Pole bringt wie sein Vorgänger Erfahrung als Profikicker mit: In der Saison 1987/88 absolvierte er sechs Zweitliga-Einsätze für Kickers Offenbach. Die richtige Einstellung für den FSV hat er auch: „Schwere Aufgaben reizen mich.“