Fußball-Oberliga: VfB Homberg bezwingt den FSV Duisburg

Fußball : VfB und FSV setzen ihre Serien fort

Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg siegt auch im Derby gegen den FSV. Geduld ist aber gefragt. Denn Felix Clever leitet den 4:0-Erfolg mit seinem Treffer erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel ein.

Die Serien haben immer noch Bestand. Der VfB Homberg gewinnt in der Fußball-Oberliga alles, der Aufsteiger FSV Duisburg verliert alles. Der VfB setzte sich gestern im PCC-Stadion mit 4:0 (1:0) gegen den Lokalrivalen durch. Nach dem Spiel waren sich beide Trainer einig: Das Ergebnis fiel zu hoch aus. Ein schwacher Trost für den FSV, Spitzenreiter Homberg kann das egal sein.

Beide Teams legten von Beginn an die angemessene Derby-Mentalität an den Tag, kämpften um jeden Ball, suchten den Weg zum Tor. Der VfB erspielte sich zunächst im Mittelfeld ein Übergewicht und verbuchte die ersten Chancen. Im Anschluss an eine Ecke verpasste Patrick Derwinkel aus kurzer Distanz (8. Minute), und Dennis Wibbe scheiterte mit einem Distanzschuss an FSV-Torwart Adnan Laroshi (17.).

Der FSV kam danach besser in die Partie und setzte in der 22. Minute ein erstes Ausrufezeichen, als sich die gesamte VfB-Abwehr bei einem Freistoß von Ali Basaran verschätzte. Im Zentrum stand jedoch kein FSV-Bulle, der daraus hätte Kapital schlagen können. Sieben Minuten später klärte VfB-Schlussmann Philipp Gutkowski bei einem Freistoß von Eren Canpolat mit den Fingerspitzen zur Ecke. „Uns fehlte die Präzision“, war VfB-Trainer Stefan Janßen mit der Vorstellung seiner Mannschaft in dieser Phase nicht einverstanden.

Kurz vor der Pause durften die Homberger Anhänger unter den gut 1000 Zuschauern jubeln. Laroshi konnte den Ball bei einer langen Hereingabe nicht festhalten. Innenverteidiger Felix Clever war zur Stelle und staubte zum 1:0 ab (45.).

Nach der Pause verflachte die Partie. Der FSV fand kein Mittel, den VfB unter Druck zu setzen. Den Gastgebern fehlten die zündenden Ideen. Das änderte sich in der 63. Minute. Dennis Wibbe setzte sich im Strafraum durch und bediente den freistehenden Justin Walker, der frei vor Laroshi zum 2:0 vollendete.

Der FSV hätte drei Minuten später den alten Abstand wiederherstellen können. Eren Canpolat lief alleine auf das Homberger Tor zu, schloss jedoch zu überhastet ab.

Die Gastgeber machten in der 75. Minute den Sack zu. Julien Rybacki setzte sich auf dem rechten Flügel durch, und Danny Rankl hatte keine Probleme, den Ball zum 3:0 einzuköpfen. In der Nachspielzeit erzielte Rankl auch noch das 4:0.

FSV-Trainer Muhammet Isiktas glaubt trotz der sechsten Niederlage im sechsten Spiel, dass das Team noch die Wende schaffen kann. „Ich sehe eine Entwicklung. Wir machen Fortschritte. Das gibt mir für die nächsten Spiele Hoffnung“, so der Coach, der beklagte, dass seine Mannschaft die Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt habe.

Einen Lapsus erlaubte sich der FSV übrigens mit seinem neuen Stürmer Güngor Kaya. Der Mann spielte am Mittwoch bereits im Pokalspiel in Cronenberg. Kaya war da allerdings, wie sich jetzt herausstellte, noch nicht spielberechtigt. Da der FSV die Partie ohnehin verlor, hält sich der Schaden mit einer Geldstrafe in Grenzen.

VfB: Gutkowski, Haub, Rankl, Wibbe (84. Knops), Rybacki, Koenders, Clever, M. Kücükarslan (56. Kogel), Walker (77. Wolf), Manca, Dertwinkel.

FSV: Laroshi, Schoof, Bayram, Canpolat (82. Ünal), Steven, Basaran, Serdar, Mehinovic (68. Eren), Kocaoglu, Sezen (82. Kuzu), Kaya.

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