Fußball: Oberliga-Schlusslicht FSV Duisburg gibt noch nicht auf

Fußball : FSV Duisburg hofft noch auf ein Wunder

Der Fußball-Oberligist, der mit nur sechs Punkten am Tabellenende steht, beginnt am heutigen Montag wieder mit dem Training. Der neue Coach Christian Mikolajczak gibt sich kämpferisch. Er bringt Innenverteidiger Kevin Müller aus Speldorf mit.

Die Mission „Wunder von der Warbruckstraße“ geht heute los. Die komplette Hinrunde hat der FSV Duisburg durch eine eher chaotische Planung nach dem Aufstieg in die Fußball-Oberliga in den Sand gesetzt. In 19 Spielen holte das Team gerade einmal sechs Punkte, verbuchte nur einen einzigen Sieg. Dieses 4:1 gegen Ratingen 04/19 vom 30. September liegt nun auch schon wieder eine ganze Zeit zurück. Heute steigen die Rot-Blauen wieder ins Training ein – und nach Hrvoje Vlaovic, der nicht einmal das erste Liga-Spiel erlebte, Muhammet Isiktas und Erhan Albayrak bittet mit Christian Mikolajczak nun schon der vierte Coach in dieser Saison zum Stelldichein.

Der neue Mann an der Linie gibt sich kämpferisch. „So lange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles dafür tun, um dieses Wunder zu schaffen“, sagt Mikolajczak. Und anders als für die meisten anderen Teams der Stadt ist es wirklich der Aufgalopp im neuen Jahr, weil der Verein seine A-Junioren zum Hallenstadtpokal beordert hatte. Sportlich schlug sich der Nachwuchs hervorragend, dennoch löste diese Entscheidung Kritik aus.

„Damit hatte ich noch nichts zu tun, weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade erst Trainer geworden war“, sagt Mikolajczak. „Auf der einen Seite kann ich den Verein natürlich verstehen, weil wir aktuell nur einen kleinen Kader haben und noch einmal alles versuchen wollen. Aber ich kann versprechen, dass das im nächsten Jahr nicht noch einmal passieren wird, wenn ich dann noch Trainer bin. Denn an einem solchen Turnier teilzunehmen und Stadtmeister werden zu können, ist immer etwas Besonderes.“

Ob nun auch die A-Junioren, die sich so gut präsentiert haben, eine Chance bekommen? „Das liegt in erster Linie in der Hand des A-Junioren-Trainers“, sagt Mikolajczak. „Die Jungs stehen auf Rang zwei in der Niederrheinliga und haben die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. Das steht im Vordergrund. Aber für den Sommer werden wir ganz sicher Gespräche führen. Denn es gibt Vereine, die alles dafür tun würden, so einen tollen Unterbau zu haben.“

Der Weg zum Klassenerhalt in der Oberliga ist weit. Tatsächlich könnte Platz 15, also der viertletzte Rang, den der SC Velbert einnimmt, schon reichen. Denn wenn kein Niederrhein-Verein aus der Regionalliga absteigt, bestreitet der Fünfzehnte mit den Landesliga-Dritten eine Relegation. Allerdings ist der Abstand auf den SC Velbert und dem VfB Speldorf, Mikolajczaks Ex-Verein, auf Rang 14 gleich groß: Er beträgt satte 14 Punkte.

Aus Speldorf bringt der Coach einen weiteren Akteur mit. Denn auch Innenverteidiger Kevin Müller schließt sich dem FSV an. „Er ist ein sehr zweikampfstarker Spieler“, lobt der Trainer. „Er ist ein guter Typ mit der richtigen Mentalität.“ Mit der Verpflichtung von Arman Corovic und Esad Morina hatte der neue Mann an der Linie nichts zu tun. „Aber wir sprechen von Top-Leuten. Arman hat für Fürth gespielt, ist Innenverteidiger, kann aber auch links und auf der Sechs spielen. Und Esad ist ein Vollblutstürmer.“ Am Sonntag, 15.30 Uhr, steht der erste Test gegen den Landesligisten PSV Wesel-Lackhausen an.

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