Fußball: Landesligist Duisburger SV auf Trainersuche

Fußball: Personalien beim Landesligisten Duisburger SV : DSV will den neuen Coach jetzt schnell präsentieren

Der Rücktritt von Co-Trainer Volker Dörr hat die Suche nach einem neuen Übungsleiter noch dringlicher gemacht. Julien Schneider, gerade beim Oberligisten SC West entlassen, könnte ein Kandidat für den Job beim Landesligisten sein.

Beim Duisburger SV 1900 dreht sich derzeit alles um eine Frage: Wann kommt der neue Trainer? Die Antwort: möglichst bald. „Ich hoffe, dass wir den Nachfolger von Jörg noch in dieser Woche präsentieren können“, sagte dessen Bruder Ralf Kessen, seines Zeichens Sportlicher Leiter des Fußball-Landesligisten. Nicht kommentieren wollte er die Kandidatenfrage.

Klar dürfte aber sein, dass Julien Schneider, der zuletzt den Oberligisten SC Düsseldorf-West trainiert hat, sehr weit oben auf der Liste steht. Der 25-Jährige passt einfach zu gut ins Anforderungsprofil der Wanheimerorter und hat zudem selbst schon an der Düsseldorfer Straße gespielt.

Der Rücktritt von Co-Trainer Volker Dörr hat die Sache noch dringender gemacht, weil damit Damian Opdenhövel als einziger verbliebener Coach des vormaligen Trios verblieben ist. Er kann den Job aber aufgrund seines Studiums in Münster nicht langfristig alleine übernehmen. „Was wir wollen, ist klar: einen Trainer, der mit jungen Spielern umgehen kann, selbst ein gutes Netzwerk hat und bereit und in der Lage ist, diese jungen Spieler aus- und weiterzubilden“, so Ralf Kessen.

Der Sportliche Leiter, in der vergangenen Saison noch Coach des Landesligisten, bedauert den Rücktritt von Dörr: „Volker hat sich um den DSV verdient gemacht, er ist ein Urgestein. Mir hat er als Grund vor allem seine Gesundheit genannt. Und da kann ich nur sagen, dass ich dafür vollstes Verständnis habe.“

Einen weiteren Rücktritt gibt es im Landesliga-Kader. „Es macht einfach keinen Sinn mehr. Ich werde – zumindest zunächst einmal – mit dem Fußball aufhören“, sagt Verteidiger Kevin Kessen. Eine nicht enden wollende Entzündung der Patellasehne zwingt den 27-Jährigen zu diesem Schritt. „Jedes Mal, wenn ich Fußball spiele, wird es schlimmer. Ich will natürlich vermeiden, dass ich für den Rest meines Lebens damit Ärger habe. Dazu kommt noch mein Studium, das viel Zeit in Anspruch nimmt.“

„Kevin hat völliges Sportverbot. Dass er nun auf seine Aufwandsentschädigung verzichtet, weshalb wir auf dieser Position nachlegen können, ist eine sehr schöne Geste“, sagt sein Onkel Ralf Kessen. Denn eines scheint klar zu sein: Die Wanheimerorter wollen in der Winterpause an personellen Stellschrauben drehen.

(the)
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