Fußball: Julien Schneider neuer Trainer des Duisburger SV

Fußball-Landesliga : Julien Schneider ist neuer Trainer des Duisburger SV

Der 25-Jährige, der früher im Tor des Landesligisten stand, soll ab Sommer auch den Posten des Sportlichen Leiters übernehmen. Er war bis vor wenigen Tagen Coach des Oberligisten SC Düsseldorf-West.

Nach dem Rücktritt von Trainer Jörg Kessen aus zeitlichen Gründen kann sein Bruder Ralf Kessen, Sportlicher Leiter beim Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900, Vollzug melden. Wie schon vermutet, ist Julien Schneider der neue Coach an der Düsseldorfer Straße. „Julien Schneider bekommt zunächst einen Vertrag für die kommenden ein­einhalb Jahre. Ab Sommer wird er dann auch die Position des Sportlichen Leiters übernehmen, wie es Jörg und ich ja bereits vor dem Saisonbeginn geplant hatten“, sagt Ralf Kessen.

Dass die Wahl auf den 25-Jährigen fallen würde, lag nahe. „Wir wollten einen jungen, kompetenten Trainer, der eine ebenfalls junge Mannschaft aus- und weiterbilden kann“, sagt Kessen. Schneider war kurzfristig frei geworden, da er beim Oberligisten SC Düsseldorf-West freigestellt wurde. „In der vergangenen Spielzeit haben wir noch einen Vereinsrekord aufgestellt, kamen auch gut in die neue Saison, sind aber in eine Negativspirale geraten“, sagt Schneider zu seinem Aus in Düsseldorf. Der angehende Lehrer ist bereits jetzt als Vertretungslehrer an der Gesamtschule Duisburg-Süd tätig und tritt im kommenden Jahr sein Referendariat an.

„Es war ein sehr gutes Gefühl, zu sehen, wie sehr sich der DSV – ob nun durch Ralf oder durch die Spieler – um mich bemüht hat“, sagt Schneider, der fünf Minuten vom Platz entfernt wohnt. Er hatte selbst als Torwart beim DSV 1900 gespielt, bekam dann aber die Gelegenheit, B-Junioren-Trainer beim SC West zu werden. „Das hat mir viel Spaß gemacht. Dann wurde ich Co-Trainer und – als Marcus John nach Straelen gegangen ist – Cheftrainer. Diese Chance habe ich genutzt und daher als Spieler aufgehört.“ Mit Damian Opdenhövel (20) hat er einen jüngeren Co-Trainer. „Ich glaube, dass wir ein sehr gutes Team sein werden.“ Auch Ralf Kessen sagt: „Es ist eine sehr interessante Sache, zwei derart junge Trainer zu haben.“

(the)
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