Fußball: DSC Preußen baut auf Aufstiegs-Team

Fußball : DSC Preußen baut auf das Aufstiegs-Team

Der Verein hat nach fünf Jahren die Rückkehr in die Kreisliga A geschafft. In einer ausgeglichenen Gruppe hofft Trainer Marco Schmitz auf einen einstelligen Tabellenplatz. Im Kader des Neulings gibt es nur eine Änderung.

Man kennt das ja. Die Sommerpause ist für die Fußballer dazu da, sich neu zu finden. Die Zugänge sollen sich einspielen, ihre neuen Teamkollegen kennenlernen. Und das braucht alles immer eine Menge Zeit. Beim DSC Preußen ist das anders. Zwar haben die Duisserner gerade nach fünf Jahren den Wiederaufstieg in die Kreisliga A geschafft, doch das ist kein Grund zu einem Kaderumbau. Vielmehr vertraut Trainer Marco Schmitz in seinem zweiten Jahr an der Futterstraße nahezu komplett seinem bewährten Personal.

„Es passt bei uns perfekt“, sagt Schmitz, der viele seiner Akteure schon aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Homberg kennt. Der Großteil des Aufgebots spielt schon seit mehreren Jahren zusammen und hatte in dieser Zeit immer nur knapp den Wiederaufstieg verpasst, bis es nun endlich klappte.

Da liegt es auf der Hand, dass es nach Möglichkeit nicht gleich wieder zurück in die B-Liga gehen soll. Marco Schmitz will aber keine allzu kleinen Brötchen backen: Der DSC-Coach gibt nicht den Klassenerhalt als einzigen Wunsch aus, sondern sagt: „Das Ziel ist, dass wir gegen jeden Gegner einmal gewinnen wollen. Das wären 45 Punkte plus x.“ Für einen einstelligen Tabellenplatz würde das allemal reichen.

Von der Rückkehr in die Bezirksliga, wo die Preußen 2008 als Vizemeister hinter Union Mülheim sehr unglücklich den Aufstieg verpassten, ehe es ein Jahr später als Tabellenletzter sang- und klanglos runter in die A-Liga ging, ist freilich (noch) keine Rede. Da sieht der Coach andere Teams in der Favoritenrolle: „TuRa 88, Duisburg 08 und der TSV Bruckhausen sollten die stärksten Mannschaften sein. Dahinter ist die Liga sehr ausgeglichen.“

Besonders auf das Derby gegen TuRa, das am kommenden Freitag um 19 Uhr in der Ruhrau steigt, freut sich Marco Schmitz. Die ersten Punkte sollen nach Möglichkeit schon an diesem Sonntag im Spiel bei Viktoria Buchholz II aufs Konto kommen. „Das ist ein schweres Startprogramm“, sagt der DSC-Trainer.

Die einzige Änderung im Kader gab es auf der Torwartposition. Für den zu Gelb-Weiß Hamborn gewechselten Tim Jerig kam Dennis Heine von TuSpo Huckingen zurück. Er steht aktuell auch zwischen den Pfosten, doch als Nummer eins generell gesetzt ist Marvin Schlechter, der berufsbedingt erst ab dem 1. September wieder zur Verfügung stehen wird. „Er hatte sehr großen Anteil an unserem Aufstieg“, lobt Schmitz seinen Stammkeeper.

Großartig finden müssen sich die Duisserner also nicht – aber trotzdem gilt es, sich neu zu orientieren. „In den vergangenen vier, fünf Jahren waren wir immer die Mannschaft, die dominant sein wollte. Ich bin gespannt, wie wir auf Gegner reagieren, die mitspielen wollen. Da werden wir sicher auch viel Lehrgeld zahlen“, sagt Marco Schmitz.

Die Vorbereitung fand er „nicht so prickelnd“, weil die hohen Temperaturen dafür sorgten, dass zeitweise nicht trainiert werden konnte. Entsprechend gab es einige deftige Niederlage wie ein 0:8 beim SV Scherpenberg II oder ein 1:9 bei Meiderich 06/95. Die Generalprobe gegen Eintracht Walsum zeigte mit einem 2:1-Sieg aber dann die gewünschte Tendenz nach oben auf.

Mehr von RP ONLINE