Fußball: DJK Vierlinden vollzieht einen Umbruch

Fußball : DJK Vierlinden vollzieht einen Umbruch

Nach einer verkorksten Vorsaison soll es für den Fußball-Bezirksligisten wieder aufwärts gehen. 16 neue Spieler sind an Bord. Im Gegenzug haben jede Menge Stammkräfte den Club verlassen.

Die zurückliegende Saison in der Fußball-Bezirksliga möchte Almir Duric am liebsten schnell vergessen. Nach dem Beinahe-Aufstieg als Vizemeister des Vorjahres mit großen Ambitionen gestartet, reichte es für den Trainer und das Team der DJK Vierlinden am Ende als Zehnter noch nicht einmal zu einem einstelligen Tabellenplatz. Das Vergessen wird dem Trainer zur neuen Saison in einer Hinsicht aber leichter gemacht. Die Uhren an der Emanuelstraße werden wieder auf null gestellt. Elf Spieler haben das Team verlassen, 17 neue sind an Bord. Die Walsumer vollziehen einen „Umbruch“, wie es auch Duric ausdrückt. Und der ist für den Trainer „schon eine große Hausnummer“.

Neun der elf Abgänge waren Stammspieler, die wie Ex-Kapitän Mert Kilic oder Stürmer Mehmet Yilmaz teilweise schon fast mit dem gelb-schwarzen Trikot verschweißt schienen. Mit Kilic, Said Koumbaz und Louis Feldkamp ist Duric fast die komplette Abwehrkette weggebrochen, mit Okan Yilmaz ging der zweitbeste Torschütze. „Natürlich wünscht sich kein Trainer so einen sportlichen Verlust“, sagt Duric, „aber wir haben noch einige junge Spieler im Team, die nun angekommen sind. Und auch unter den Neuzugängen sind sieben, acht Mann, die jetzt schon mindestens Bezirksliga-Niveau haben.“ So baut der Coach beispielsweise auf Grischa Behrend, eine Säule in der Abwehr des damaligen Vizemeisters, der nach langer Verletzungspause wieder voll im Saft ist. Aber auch alteingesessene Vierlindener wie Peter Pfeifer und Matthias Plückelmann haben in den Augen des Trainers das Potenzial zum Leitwolf. Und dann sind da natürlich noch die Koncic-Zwillinge mit Kapitän Niko und Torjäger Beno. Letzterer ist nach seinem leichten Schlaganfall in der Rückrunde der Vorsaison auf einem guten Weg, wieder auf den Platz zurückzukehren.

Momentan bläht sich der Kader auf 35 Spieler auf. Einige, darunter auch die Rückkehrer von Eintracht Walsum, Hannes Drippe und Brendon Spazier, werden aber vorerst auch in der A-Liga-Reserve gebraucht. Wobei Verteidiger Drippe und Stürmer Spazier für Duric zu den ersten zählen, „die oben dabei sind, wenn sie in alter Form sind.“

Die Form wird entscheiden, vor allem bei den Kickern, die sich an das Bezirksliga-Niveau und die Übungseinheiten unter Disziplinfanatiker Duric gewöhnen müssen. „Joel und Pierre Grzeskowiak, Ediz Fazljija und Marian Ziehlke bringen spielerisch alles mit“, nennt Duric die vier weiteren Ex-Eintrachtler als Beispiele, „wenn sie an sich arbeiten und konditionell mitziehen, werden sie eine Verstärkung.“

Wenig sorgen muss sich der Coach indes um die erfahreneren Kicker wie Verteidiger Kubilay Aydin und Stürmer Tayfun Kazkondu vom letztjährigen Gruppengegner RWS Lohberg, Sechser David Schulz von Meiderich 06/95 oder um den „alten Hasen“ Stephan Heller, der mit 39 Jahren seine Oberliga-Erfahrung in der Defensive einbringt und für Fortuna Düsseldorf sogar ein Zweitliga-Spiel bestritt. Helfen kann dem Team auch wieder Alper Bahcekapili helfen, der die gesamte Vorsaison verletzt verpasste. Auch wenn er noch zwei, drei Monate bis zu alter Form brauchen werde, freut sich Duric auf die Rückkehr des Keepers, zumal Sandro Janssen die Vorbereitung verletzt verpasst.

Auf die Defensive wird es ankommen, sagt Duric, wenn er mit seinem Team einen einstelligen Tabellenplatz in der für ihn „vielleicht stärksten Gruppe seit langem“ anpeilt. Letzte Saison waren es 67 Gegentore – 43 mehr als Meister Genc Osman, der wiederum nur zehn Treffer mehr erzielte. Fest steht für den Coach eines. „Die defensive Einstellung ist Priorität Nummer eins. Wenn wir das beherzigen, werden wir ein Team haben, das Spaß macht“, hofft Almir Duric, dass er die kommende Spielzeit mit der DJK wieder gerne in Erinnerung behalten wird.