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Eishockey: Für die Füchse zählen nur Siege

Eishockey : Für die Füchse zählen nur Siege

Der EVD braucht gegen Hamm und Königsborn zwei Erfolge, um den den dritten Platz zu verteidigen.

Franz Fritzmeier, der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg, hatte es schon geargwöhnt: "Wenn die Kooperationspartner personelle Probleme haben, dann fehlen uns schnell wieder einige Spieler." Und so kommt es wohl auch. Daniel Schmölz, der in den vergangenen Spielen den Unterschied ausmachte, muss aller Voraussicht nach zurück nach Köln. Matthias Roos, der Sportdirektor der Füchse, war sich gestern am Vormittag zudem nicht ganz sicher, ob Kevin Orendorz und Patrick Klöpper heute im wichtigen Heimspiel um 19.30 Uhr gegen die Hammer Eisbären und am Sonntag (18.30 Uhr), ebenfalls in der Scania-Arena, gegen die Bulldogs aus Königsborn auflaufen können.

Die Krefelder Pinguine haben eigene Verletzungssorgen und damit erst einmal Anspruch auf die eigenen Jungs angemeldet. Fehlen die drei Stürmer, dann ist der Fuchs nur bedingt mit jener Mannschaft vergleichbar, die mit einem 5:1 in Kassel ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt hat. Nur ein Beispiel: Daniel Schmölz schoss drei Tore gegen den Favoriten. Der Wert des Förderlizenzspielers lässt sich überdies an dem 4:2 vom Sonntag gegen Herne belegen. Da schoss er zwei Tore und legte zudem für einen Treffer auf. Dafür wird Verteidiger Markus Schmidt aller Voraussicht nach sein Debüt geben. Roos bastelt gerade an der Freigabe durch den Verband, nachdem die Lausitzer Füchse aus der DEL 2 den Abwehrmann ordnungsgemäß im Pass freigestempelt haben. Was einem Comeback im Wege stehen könnte, ist eine Ellbogenverletzung. Markus Schmidt ließ gestern noch einmal die Ärzte auf den lädierten Arm schauen. "Ich gehe aber zu 80 Prozent davon aus, dass er spielt", so Roos. Schmidt selbst sagt: "Ich will gegen Hamm dabei sein."

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Wirkliche Entspannung in den unterbesetzten Verteidiger-Reihen bringt das jedoch unter Umständen nicht. Nicolas Turnwald zog sich am Dienstag in Kassel eine Hüftverletzung zu und war gestern ebenfalls beim Arzt. Ohnehin will der EVD am Personalstand in der Defensive arbeiten. Bei der Suche nach Verstärkungen hat man einen weiteren Abwehrspieler ins Visier genommen. Für morgen wird das aber sicher nichts.

Die Ziele fürs Wochenende sind trotz der Personalsorgen leicht zu stecken: Der EVD braucht zwei Siege, um seine gute Position im Kampf um Platz drei gegenüber Hamm zu verteidigen. Der Gast heute Abend liegt in der Tabelle einen Platz hinter den Füchsen und hat drei Zähler Rückstand, aber auch ein Spiel weniger. Zuletzt konnten die Füchse zweimal gegen die Eisbären gewinnen. Nach dem mäßigen 3:2 per Penalty noch im alten Jahr stellte die Mannschaft von Trainer Franz Fritzmeier in Hamm mit einem 7:1 die Verhältnisse klar. Gegen Königsborn gilt es am Sonntag, eine Scharte auszuwetzen. Das Schlusslicht in der Zwischenrunde hat nur einen glatten Sieg in zwölf Spielen feiern können: Das 3:2 daheim über den EVD. Wiedergutmachung ist dabei aber nicht allein eine Frage der Ehre, sondern vor allem der Saisonplanung. Weitere Pannen in der Pflicht kann sich die Mannschaft nicht leisten, wenn sie die selbst gesteckten Ziele erreichen will.

(kew)