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Eishockey: Fünf Tore am Westbahnhof

Eishockey : Fünf Tore am Westbahnhof

Die Essener Moskitos sind in dieser Saison wohl nicht mehr der ernsthafte Gegner. Mit 5:0 gewannen die Füchse das Nachholspiel / Die Fans hätten gerne noch mehr Treffer erlebt.

Der Fuchs nahm ganz fahrplanmäßig die drei Punkte vom Essener Westbahnhof mit. Die Mannschaft von Trainer Franz Fritzmeier setzte sich bei den Moskitos aus Essen, die in dieser Saison in der Eishockey-Oberliga unter starker Blutarmut leiden, sicher mit 5:0 (0:0, 3:0, 2:0). Der Sieg im Nachholspiel ging natürlich voll in Ordnung. Freilich, die 500 mitgereisten EVD-Fans unter den 1391 Zuschauern hätten gern ein wenig früher über Tore ihrer Mannschaft gejubelt und vielleicht hätten es auch ein paar mehr Treffer sein dürfen.

"Gnadenakt"

Freilich, dem Spaß auf den Rängen tat dieser "Gnadenakt" kaum Abbruch. Der Nachbar aus Duisburg machte die Partie dank seiner Fans zum Heimspiel. In der Tabelle hat sich die Nacharbeit zur abgesagten Partie des Premierenwochendes am 30. September ebenfalls gelohnt.

Die Füchse rückten auf Rang drei vor und befinden sich damit im Soll für die erste Hauptrunde der Spielzeit. Trainer Franz Fritzmeier konnte sich beim Nachgang die Freude erlauben, den Gegner zu loben. Vor allem die Spieler, die früher in Duisburg spielten, hätten dem Fuchs das Leben lange sehr schwer gemacht. Allen voran Torhüter Christoph Lüttges im Tor der Moskitos schnappte so ziemlich alles, was zu schnappen war.

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So dauerte es heftige 26. Minute und 43 Sekunden bis Christoph Ziolkowski das 1:0 erzielte und damit während einer Essener Strafzeit das Gleis spurte. Selbst eine doppelte Überzahl im zweiten Drittel hatte der EVD nicht zur Führung nutzen können. Nach dem 1:0 verlief der Rest der Partie wie auf Schienen. Marcel Ohmann, Förderlizenzspieler aus Köln, legte in Unterzahl das 2:0 (34.) nach. Erneut Christoph Zielkowski befreite 31 Sekunden vor der zweiten Pause die Hausherren restlos von der Hoffnung auf eine faustdicke Überraschung.

Manuel Strodel (49.) und Dennis Fischbuch (52.) gaben Essen mit einem Doppelschlag den Rest. Die "Kanadier" Matt MacKay und Clarke Breitkreuz gingen gar leer aus. Allzu deutlich war dennoch die Überlegenheit, zumal der Gast neben Marcel Ohmann auch Norman Hauner aus Köln sowie Diego Hofland von der DEG zwei weitere DEL-Cracks mit Förderlizenz auf dem Eis hatte.

Philip Riefers, der gesundheitlich angeschlagen nach Essen gereist war, beschränkte sich auf einen Wechsel. Das war effizient, der Kölner Nachwuchsspieler bekommt so die Partie angerechnet. Fünf Spiele in der Oberliga brauchte es, damit die Förderlizenzspieler auch nach dem 31. Dezember weiter Aushilfsweise das EVD-Trikot tragen dürfen.

(kew)