Lokalsport: Füchse vor Partie gegen Spitzenreiter

Lokalsport : Füchse vor Partie gegen Spitzenreiter

Der EVD musste gleich vier Verteidiger ersetzen. Zuletzt machten das Coco Krämer und Armands Berzins gut. Gegen den amtierenden Meister Tilburg sollten aber alle Stammkräfte wieder mit von der Partie sein.

Eine Sache ist gut zu wissen. Wenn wieder in der Verteidigung Not am Mann ist, können sich die Füchse auf Coco Krämer verlassen. "Das hat Cornelius richtig gut gemacht", sagte Reemt Pyka, eigentlich ja Co-Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg, aber aktuell in der sportlichen Verantwortung. Gleich vier verletzte beziehungsweise kranke Verteidiger zwangen den Coach zu ungewohnten Umbaumaßnahmen. "Auch Armands Berzins hat ja in einigen Szenen hinten gespielt - vor allem in Unterzahl, als ich nur noch einen Verteidiger auf der Bank hatte", sagte Pyka mit einem Augenzwinkern. "Armands hatte das vorher schonmal gemacht und sich für den Fall der Fälle angeboten."

Darüber konnte Pyka entspannt berichten. Denn trotz der vielen Ausfälle in der Defensive kassierten die Füchse in den 120 Minuten des zurückliegenden Wochenendes nur ein Gegentor. Freilich wäre einzuwenden, dass die Gegner eben nur Berlin und Timmendorf hießen - andererseits brachten aber die beiden Underdogs an den beiden Spieltagen zuvor jeweils den aktuellen Meister Tilburg Trappers an den Rand einer Niederlage; die Preussen hatten sogar einen Punkt gegen die Niederländer geholt.

"Wir wussten daher, was auf uns zukommt und haben uns auf die beiden Gegner entsprechend eingestellt", so Pyka.

Das gelang mit 16 erzielten Treffern gegen die Kellerkinder recht ordentlich - und damit auch deutlicher als in den jeweiligen Hinspielen. Trotz aller Probleme, die gerade Timmendorf hatte - zwei Spieler haben den Verein kurzfristig verlassen; aufgrund weiterer Ausfälle standen in Duisburg nur zwölf Feldspieler zur Verfügung - war es interessant, ein Auge auf das Duisburger Spiel zu werfen. Abgesehen von einer längeren Phase im zweiten Drittel, als die Gastgeber allerdings auch schon mit 5:0 führten, agierten die Füchse agil, wirkten torhungrig, kamen flott ins gegnerische Drittel. "Wir wollten mit viel Speed spielen und das haben wir auch getan", sagte Pyka. Ähnlich sah es auch der Timmendorfer Trainer Steve Pepin. "Im zweiten Drittel haben wir es etwas besser gemacht.

Aber wenn du mit zwölf Spielern nach Duisburg kommst und solche Fehler machst , kannst du hier nicht gewinnen. Am Freitag haben wir gegen Tilburg noch ganz anders gespielt." Die Trappers, die am Sonntag gegen Halle knapp mit 2:1 gewonnen hatten, mussten allerdings in den zurückliegenden drei Spielen mit nur einem Kontingentspieler auskommen.

In der Partie gegen die Hannover Scorpions hatte sich Brock Montgomery eine Spieldauer- und eine Matchstrafe eingehandelt, kam aber mit der Mindestsperre (zwei Spiele für die Matchstrafe plus automatisch ein weiteres für die Spieldauerstrafe) davon und wird daher am Freitag in Duisburg wieder für Tilburg spielen.

Dann sollte der EVD auch wieder alle Verteidiger einsetzen können. Pyka: "Ich erwarte die Jungs in dieser Woche zurück."

(RP)