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Lokalsport: Füchse verlieren beim Meister in Tilburg mit 3:6

Lokalsport : Füchse verlieren beim Meister in Tilburg mit 3:6

Die Bilanz des Eishockey-Oberligisten Füchse Duisburg in der Meisterrunde bleibt durchschnittlich. Für eine Spitzenmannschaft ist das zu wenig. Dem 7:2-Lichtblick vom Freitag gegen die Icefighters aus Leipzig folgte Sonntag ein Schattenspiel. Die Mannschaft von Trainer Lance Nethery verlor beim Meister Tilburg Trappers mit 3:6 (0:1, 2:2, 1:3). Macht in der Summe: drei Siege und drei Niederlagen in der zweiten Saisonphase. Den zweiten Platz musste man an Essen abgeben.

Trainer Lance Nethery sprach vor dem Wochenende von einem Durchhänger seiner Mannschaft. Gestern vermisste man das GPS-Signal für den Weg aus dem Formtal. Der Coach stellte nach der Partie vielsagend fest: "Tilburg hatte mehr Spieler, die bereit waren für diese Partie."

Entscheidend war, dass die Füchse zu schwach verteidigten. Bei den Treffern zum vorentscheidenden 1:3 und 2:4 wähnte man ein Scheunentor auf dem Eis. So sträflich frei ließen die Abwehrspieler die Bude und deren Hüter Justin Schrörs. Die Füchse verloren zudem bei einem Krisenklub. Die Trappers hatten die letzten vier Spiele verloren und dabei sogar ein 1:2 gegen das Schlusslicht der Runde, die Scorpions aus Wedemark, kassiert.

Bleiben also noch acht Spiele, um das Team auf Play-off-Form zu trimmen. Und es bleibt die Hoffnung auf weitere Verstärkungen. Bis zum Dienstag geht noch was auf dem Transfermarkt. Nethery, dieses Mal in seiner Rolle als Sportdirektor, schiebt noch den Einkaufswagen durch die Gänge.

Gab es denn gar nichts Gutes gestern? Das eine oder andere durchaus, aber in der Summe eben zu wenig und wie beim sehr feinen Treffer von Neuzugang Cody Bradley zum 3:6 (60.) auch deutlich zu spät. Bei seinem Solo in Überzahl und dem Schuss unter die Latte ließ der Nordamerikaner aufblitzen, dass er noch von Wert fürs Team sein kann. Dann: Patrick Klöpper konnte mitstürmen. Am Freitag hatte er sich eine Handverletzung zugezogen, da wollte man schon Arges fürchten. Ebenfalls schön zu sehen: wie Viktor Beck (37.) seinen Penalty zu 2:3 verwandelte. In die Niederlage in den Niederlanden stolperte der EVD im Schlussabschnitt. Das 2:3 vor dem letzten Wechsel hätte man aufarbeiten können. Drei Tore der Hausherren klärten mal eben die Fronten.

Tilburg Trappers - EVD 6:3

Drittel: 1:0, 2:2, 3:1Tore: 1:0 (9:21) Hagemeijer (Bruijsten/5-4), 1:1 (26:37) Huebscher (Joly/4-5), 2:1 (31:26) Bastings (McColgan, van den Heuvel), 3:1 (32.52) Bruijsten (Hagemeijer, Verkiel), 3:2 (36:33) Beck (Penalty), 4:2 (41:36) van den Heuvel (Bastings, McColgan), 5:2 (49:39) Bruijsten (van Oorschot), 6:2 (53:38) Bruijsten (Stempher, Larson/5-4), 6:3 (59:01) Bradley (Neumann/5-4).Strafen: Tilburg 10, Duisburg 12. Zuschauer: 2200.

(kew)