Lokalsport: FSV und Hamborn 07 im Angriffsmodus

Lokalsport : FSV und Hamborn 07 im Angriffsmodus

Fußball-Landesliga: Der FSV kämpft noch um das letzte Aufstiegs-Ticket. Die Hamborner wollen den Klassenerhalt feiern.

Die Verwirrung nimmt kein Ende. Nachdem es am Mittwoch so ausgesehen hatte, als ob die im Raum stehende Lizenzverweigerung für den Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen sich mit ihren Konsequenzen bis in die Fußball-Landesliga durchschlagen würde, gab es nun eine Aufklärung von Verbandsseite.

Laut FVN-Fußballobmann Wolfgang Jades existiert im Auf- und Abstiegsplan eine Regel, wonach Lizenzentzüge in höheren Spielklassen keine Auswirkungen auf die Ligen auf Niederrheinebene haben sollen. Demnach würde die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf zwar in die Oberliga absteigen, falls Uerdingen viertklassig bleiben muss - die Oberliga würde dann aber auf 19 Teams aufgestockt. Das bedeutet: In der Landesliga ändert sich am aktuellen Status quo nichts mehr. Platz drei bringt weiter die Teilnahme am Aufstiegsspiel zur Oberliga, Platz 14 die direkte Rettung und Platz 15 den Einzig in die Abstiegsrelegation.

Beim FSV Duisburg will man sich mit solchen Rechenaufgaben gar nicht befassen. Die einzige mathematische Konstellation, die für den Tabellenzweiten Bedeutung hat, ist die Tordifferenz auf dem eigenen Konto und auf dem von Verfolger Sportfreunde Niederwenigern. Die Hattinger haben zuletzt nach Punkten zum FSV aufgeschlossen, müssten aber nun, um noch auf Rang zwei vorzustoßen, vier Treffer gutmachen - Siege beider Teams vorausgesetzt. Freilich hat der FSV in dieser Hinsicht wohl die einfachere Aufgabe erwischt, denn er gastiert am Sonntag um 15 Uhr beim Schlusslicht SV Schwafheim. Die Moerser haben schon 106 Gegentreffer kassiert und verfügen kaum noch über Personal. Für FSV-Coach Denis Tahirovic ist das irrelevant. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir das Spiel mit drei, vier Toren Unterschied gewinnen. Ansonsten hoffe ich, dass der SV Sonsbeck einen Fight gegen Niederwenigern abliefert."

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Im Rennen um den Klassenerhalt ist für Hamborn 07 durch das eingangs erwähnte Verbandsregularium nun klar, dass der direkte Abstieg nicht möglich ist. Vielmehr schaltet Trainer Michael Pomp vor der Partie gegen Arminia Klosterhardt in den Angriffsmodus: "Wir hatten uns gedanklich schon auf die Relegation eingestellt, zumal es auch erst hieß, die SV Hö.-Nie. habe am vorigen Sonntag mit 3:2 in Burgaltendorf gewonnen. Als ich dann erfahren habe, dass noch das 3:3 gefallen ist, wusste ich: Wir schaffen das." Dieser Umstand liegt aber nach wie vor nicht in eigener Hand der Hamborner, die nicht nur einen Sieg gegen die geretteten Klosterhardter brauchen, sondern eben auch einen Stolperer von Konkurrent Hö.-Nie. Gewinnen die Kalkarer nicht, kann 07 vorbeiziehen.

Eine Abschiedsvorstellung gibt Viktoria Buchholz morgen im Heimspiel gegen den VfL Rhede. Michael Roß sitzt am Sonntag letztmals auf der Trainerbank des Absteigers. Danach übernimmt Maik Sauer.

(RP)
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