FSV Duisburg rutscht auf den letzten Platz

Fußball : Beim FSV Duisburg ist der Knoten leider noch nicht geplatzt

Fußball: Auch im dritten Saisonspiel bleibt der Oberliga-Aufsteiger ohne Punkte. Gegen den VfB Speldorf setzt es eine 0:2-Niederlage.

Vorübergehend hat der FSV Duisburg den Tiefpunkt erreicht. Der Aufsteiger zur Fußball-Oberliga ist am dritten Spieltag erstmals auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Den Spielern wird das nach dem Abpfiff der Partie gegen den VfB Speldorf so nicht bewusst gewesen sein, aber ihre Körpersprache passte zum Tableau. Enttäuscht sanken die Gastgeber nach der 0:2 (0:1)-Niederlage zu Boden. Auch im dritten Spiel in neuer Umgebung hat es nicht zu einem Punkt gereicht.

Das von Trainer Muhammet Isiktas erhoffte Platzen des Knotens lässt also mindestens noch eine weitere Woche auf sich warten. „Das war heute so ein Spiel, bei dem wir vermutlich noch Stunden hätten spielen können, ohne ein Tor zu machen“, sinnierte Isiktas nachher.

Da half dann auch seine Umstellung im Offensivbereich nicht. Erstmals stand Boran Sezen als Angreifer in der Startelf, für den Ibrahim Bayraktar eine Reihe nach hinten rückte und die linke Außenbahn übernahm. „Wir wollten das Spiel von Beginn an offensiver gestalten, aber leider haben wir diesen Schwenker nicht hinbekommen“, befand der FSV-Trainer. Die Gäste aus Mülheim starteten wesentlich besser in die Partie und erzielten schon nach zwölf Minuten durch eine Kombination zweier in Duisburg gut bekannter Akteure die Führung: André Trienenjost, früher bei Hamborn 07, legte von der Torauslinie zurück auf Deniz Hotoglu (ehemals DSV 1900 und VfB Homberg), der FSV-Ersatz-Ersatzkeeper Jannik Hinsenkamp mit einem satten Schuss ins rechte Eck überwand.

Speldorf war ansonsten nicht vom Glück verfolgt: Schon nach 18 Minuten musste der VfB zweimal verletzungsbedingt auswechseln. Besonders schlimm erwischte es Esad Morina, der sich bei einem Sprint einen Muskelbündelriss zuzog.

Der FSV bekam erst nach einer halben Stunde mehr Zugriff und hätte bis zur Pause den Ausgleich schaffen müssen. Nach Ali Basarans Lattentreffer (33.) hatte Ibrahim Bayraktar praktisch das leere Tor vor sich, setzte den Abstauber aber in die Arme von Kai Gröger. Der mehrfache Duisburger Tennis-Stadtmeister im VfB-Kasten stand dann eine Minute vor der Pause wieder im Blickpunkt, als er Ismail Öztürk von den Beinen holte. Schiedsrichter Thomas Dickmann zeigte Gröger die gelbe Karte und auf den Elfmeterpunkt – doch der Keeper hielt den folgenden schwach getretenen Strafstoß von Bayraktar.

Das Fussball Testspiel zwischen dem FSV Duisburg und SV Scherpenberg auf der Sportanlage Warbruckstraße in Duisburg am Sonntag, den 29.07.2018. Im Bild: Der neue FSV Trainer Muhammet Isiktas Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServices. Foto: FUNKE Foto Services
Der FSV Duisburg spielt gegen den VfB Speldorf, graue Trikots, in der Fußball Oberliga am Sonntag den 19.08.2018 in Duisburg. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services. Foto: FUNKE Foto Services

Gröger war auch nach dem Wechsel noch mehrfach gefordert. „Entweder sind wir am Torhüter gescheitert oder am eigenen Unvermögen. Eher an letzterem“, sagte Muhammet Isiktas zusammenfassend. Sein eigener Keeper Jannik Hinsenkamp lieferte ein gutes Oberligadebüt ab, musste sich aber in der 79. Minute entscheidend zum zweiten Mal geschlagen geben. Janis Timm, ebenfalls ein Ex-Homberger, schlenzte am viel zu passiven Deniz Zarifoglu vorbei zum 2:0 ins rechte Eck.

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