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Eishockey: Fritzmeiers Talentschuppen

Eishockey : Fritzmeiers Talentschuppen

Dienstbeginn für die Duisburger Eishockey Füchse. Knapp einen Monat hat Trainer Franz Fritzmeier noch Zeit, um den "Haufen" junger und talentierter Spieler zu einer schlagkräftigen Einheit zu formen.

Wenn man es genau nimmt, bauten sich Duisburgs Eishockey-Füchse außerhalb der Dienstzeit fürs Mannschaftfoto auf. Offizieller Vertragsbeginn beim Oberligisten ist der morgige 1. September. Doch schon seit Anfang Juni proben viele der Cracks für die neue Saison, die am 28. September mit dem Gastspiel bei den Ice Aliens aus Ratingen beginnt. Motivationsklimmzüge musste Trainer Franz Fritzmeier jr. nicht unternehmen. Das Team verabschiedete sich vor mehr als 4000 Zuschauern im letzten Finalspiel gegen Bad Tölz als Vizemeister aus der Saison. Das macht Laune genug, sich auf die neue Spielzeit zu freuen und beim Sommertraining zu quälen.

Seit Anfang August trainiert das Team auf Eis und zeigte in den Testspielen gehen höherklassige Gegner wie die Krefeld Pinguine (2:3 nach Penalty) die DEG (0:4) und den Zweitligisten aus Bremerhaven (2:3 nach Penalty) die bekannten Tugenden. Die Mannschaft arbeitet hart, läuft schnell und präsentiert Talente, die höher hinaus wollen. "Ich sage meinen jungen Spielern immer, dass sie sich bei uns beweisen können, wenn sie mal den Sprung in die DEL schaffen wollen."

Der EVD versteht sich als eine Weiterqualifizierungsmaßnahme und arbeitet dabei eng mit den erstklassigen Nachbarn aus Köln und Düsseldorf zusammen. Die Fans stellt das vor einige Herausforderungen. Sie müssen tüchtig Namen lernen: Satte 40 Spieler stehen auf der Kaderliste. Darunter sechs Stürmer, zwölf Verteidiger und 22 Stürmer. Das heißt nicht, dass auch alle Mann spielen. Nur dass alle spielen könnten. Das Konzept sieht vor, dass Talente wie der 16-jährige Fabio Pfohl aus dem Düsseldorfer Nachwuchs beim EVD erste Erfahrungen im Männerbereich sammeln.

Andererseits sollen Akteure wie Manuel Strodel oder Dennis Fischbuch in der DEL bei der DEG aushelfen. Kurz gesagt, bei den Füchsen geht es zu wie in einem Taubenschlag. Der eine kommt rauf, der andere runter. Aber alle machen mit. Trainer Franz Fritzmeier steht wie im Vorjahr vor der Herausforderung, mit wechselndem Personal eine konstante Leistung zu bieten. Denn die Zielsetzung ist eindeutig: Eine Teilnahme an den Play-offs soll es schon sein. Ob es dann wieder bis zum Einzug ins Finale reicht, steht auf einem anderen Blatt. "Die Konkurrenz wie Frankfurt, Bad Nauheim und die Kassel Huskies hat investiert. Das macht es für uns nicht einfacher. Andererseits sind auch meine jungen Spieler nun ein Jahr weiter und erfahrener", so der Trainer.

Freilich mit Daniel Huhn sowie den Brüdern Thomas und Christoph Ziolkowski haben gestandene Spieler das Team verlassen. Die Neuzugänge wie die Stürmer wie Daniel Schmölz oder Joseph Lewis können diesen Verlust an Erfahrung kaum ausgleichen. Verteidiger Markus Schmidt ist mit 27 Jahren der älteste Crack. Zudem trägt der EVD noch ein wenig an den Nachwehen der vergangenen Saison: Michael Hrstka, Alexander Preibisch und Manuel Strodel fehlten in den Testspielen, weil sie alte Verletzungen auskurieren müssen.

Benjamin Hanke war noch gar nicht beim Training. Der Stürmer hat seinen Vertrag sehr genau gelesen. Trainer Fritzmeier hofft, dass er wenigstens morgen, wenn der Test bei den Moskitos Essen ansteht, mal vorbeischaut. Dann ist Dienstbeginn.

(kew)