Eishockey: Fritzmeier: Ohne Gegentor bleiben

Eishockey : Fritzmeier: Ohne Gegentor bleiben

Für alle Unbeteiligten lautet die einzige wirklich spannende Frage zum Heimspiel der Füchse heute Abend um 19.30 Uhr in der Scania-Arena: Wo liegt Netphen? Der Ort liegt im Kreis Siegen-Wittgenstein, hat so 24.000 Einwohner und die Obernaultalsperre als Sehenswürdigkeit. Nicht zu verachten, der Ort beherbergt auch einen Eishockey-Oberligisten.

Die Mannschaft ist Letzter in der Liga, hat von neun Spielen neun verloren und dabei 78 Tore geschluckt, als knapp neun Hütten pro Auftritt. Genau diese Mannschaft ist nun heute zu Gast in Duisburg, um die zehnte Niederlage einzusacken und wenn es mit rechten Dingen zugeht, auch zweistellig zu verlieren.

Den Hebel in der Hand

Die Truppe gehört zu jenen drei, vier Mannschaften in der dritten Liga, die gegen den EVD nur dann eine Chance haben, wenn Duisburgs Trainer Franz Fritzmeier seine Cracks ohne Schlittschuhe aufs Eis ließe. Doch der Mann ist weit entfernt von solchen Unschicklichkeiten. Ganz anders spricht er über die Partie: "Ich möchte, dass meine Spieler konzentriert sind und möglichst ohne Gegentor aus der Partie gehen."

Das gelang schon zweimal: Preußen Krefeld und den Herforder EV schickte der Fuchs jeweils mit 13:0 nach Hause. Nun kann ein Trainer gegen Truppen wie die aus Kreis Siegen-Wittgenstein viel reden, ob sein Personal zum beruflichen Ernst findet, steht auf einem anderen Blatt. Doch Fritzmeier hat durchaus einen Hebel in der Hand.

Am kommenden Dienstag spielt sein Team gegen Hamm und am Sonntag darauf in Essen. In beiden Partien sollten Förderlizenzspieler aus Düsseldorf und Köln zum Einsatz kommen. Diego Hofland von der DEG sowie Philip Riefer, Norman Hauner und Marcel Ohmann können dann für den Fuchs auflaufen. Das bedeutet, der eine oder andere aus dem Stammpersonal muss sitzen. Wer das ist, das entscheidet auch die Leistung heute gegen Netphen.

Den Füchsen kommt das erwartete Erfolgserlebnis ganz recht. Die junge Mannschaft kassierte zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen und rutschte auf Rang acht in der Tabelle. Die nächsten vier Spiele will Fritzmeier gewinnen. Das ist gut für die Moral und noch besser für die Platzierung in der Tabelle.

(kew)
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