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Eishockey: Fritzmeier denkt über Vereinswechsel nach

Eishockey : Fritzmeier denkt über Vereinswechsel nach

Der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg hat Angebote anderer Klubs. Bülent Aksen geht.

Auf die Frage, ob er in der kommenden Saison noch als Trainer der Füchse an der Bande steht, antwortet Franz Fritzmeier eher ausweichend: "Jetzt bereite ich die vergangene Saison nach. Dann stehen die Gespräche mit den Spielern an." Der Coach hat noch Vertrag beim Eishockey-Oberligisten EV Duisburg. Aber er bestätigt: "Es gibt Interessenten." Und er sagt auch: "Mehr als in den vergangenen Jahren." Das Projekt Duisburg habe Aufmerksamkeit erregt, sagt der Coach. Zunächst an den jungen Spielern, die der EVD ausbildet. Und nun eben auch am Trainer, der diese Ausbildung vornimmt. Namen von Vereinen will Fritzmeier nicht nennen. Aber die Falken aus Heilbronn gelten als ein Klub mit Gesprächsbedarf. Ein Zweitligist immerhin. Und Fritzmeier hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mehr will als die dritte Klasse. Da besteht dann jedoch die Möglichkeit, mit dem Fuchs aufzusteigen. Sozusagen vertragsgemäß. Die Signale dafür müssten bereits in den kommenden Monaten gestellt werden, so Fritzmeier. Mit jungen Spielern zu arbeiten, sei gut und richtig. Ein paar erfahrene Akteure, die solche Talente führen können, wären jedoch hilfreich. Gerade wenn es darum geht, höhere Ziele zu erreichen. Auf Dauer kann übrigens auch für den EVD die Liga nicht abendfüllend sein. Von Jahr zu Jahr wird es schwieriger, eine halbwegs attraktive Liga zusammenzubekommen. Bereits in der vergangenen Saison wäre der Chef Ralf Pape gern aufgestiegen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.

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In dieser Saison schied der Drittligist bei den Kassel Huskies aus, weil er dort "nur" nach Penaltyschießen gewann. Zwei Preise räumte der EVD dennoch ab. Dominik Lascheit erhielt von der Jury des Fachmagazins Eishockey-News die Auszeichnung: Rookie des Jahres in der Oberliga-West. Mit "Rookie" wird ein junger Neueinsteiger in der Liga bezeichnet. Die härtesten Bodychecks in der Liga teilte der Fuchs-Verteidiger Jannik Woidtke aus. Die Ehrenbezeugungen sind kleine Trostpflaster nach dem Aus in vorletzter Minute bei den Huskies.

Wie auch immer es mit den Spielern des aktuellen Kaders und Trainer Franz Fritzmeier weitergeht — eine Personalie ist schon klar: Bülent Aksen verlässt den Klub. Neun Jahre hat er die Pressearbeit für den EVD gemacht. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat er den Fuchs ins Gespräch gebracht und auch in der Dritten Liga. Nun verlässt der Erz-Duisburger den Verein in Richtung Frankfurt. Er habe ein Angebot erhalten, dass er nicht ablehnen konnte, sagte der 48-Jährige, der mit seiner Agentur den EVD betreute. Über das genaue Ziel seiner beruflichen Reise wollte er noch nichts sagen. Was er aber erklärte: "Der Abschied aus Duisburg fällt mir schwer. Ich war immer mit Leidenschaft und Herz hier tätig." Nicht nur beim EVD, sondern davor auch bei den Fußballern des MSV Duisburg.

(kew)