Wasserball: Freie Schwimmer kämpfen noch um Platz sechs

Wasserball : Freie Schwimmer kämpfen noch um Platz sechs

Die Wasserball-Bundesliga-Frauen benötigen morgen im Kellerduell gegen Chemnitz einen Sieg. Einfach wird es nicht.

Die Bundesliga-Wasserballerinnen der Freien Schwimmer Duisburg biegen morgen auf die Zielgerade ein. Zum Abschluss der Punkterunde empfängt das junge Team von Kai Obschernikat um 13 Uhr im Schwimmstadion den SC Chemnitz zum ultimativen Kellerduell. Die Sächsinnen sind zurzeit Siebter, die FSD bilden als Achter das Schlusslicht. Dass der Vorjahresvierte dieses Ergebnis nicht bestätigen wird, zeichnete sich bereits früh in der Spielzeit ab. Den Abgang von "Leitwölfin" Nadja Pozzi konnten die Wedauerinnen nicht kompensieren, zumal der personelle Aderlass im Saisonverlauf doch beträchtlich war. Zu Saisonbeginn umfasste der Kader 15 Spielerinnen, in Hannover schnürten zuletzt nur noch zehn die rot-weiße Kappe. "Uns klebt in dieser Saison das Pech an den Fingern", weiß Wasserballwartin Angela Korneli das bescheidene Abschneiden einzuordnen.

Vor der morgigen Begegnung spitzt sich die personelle Situation weiter zu. Stammtorhüterin Jana Lueg muss sich aufgrund ihrer Schulterverletzung einer Operation unterziehen. Jugend-Nationalspielerin Annalena Fritze laboriert an einem Bänderriss. Centerspielerin Vanessa Korneli ist aufgrund der strittigen "Rolle", die die Schiedsrichter in Hannover gegen sie verhängten, zum Zuschauen verdammt. Somit wird der Kader morgen nur neun Spielerinnen umfassen. "Die Voraussetzungen sind natürlich alles andere als gut", weiß Angela Korneli: "Aber wir hoffen trotzdem auf einen Sieg und werden dafür alles geben."

Ein Erfolg ist in doppelter Hinsicht erstrebenswert. Gelingt den Freien Schwimmern nämlich die Revanche für die 6:9-Hinspielniederlage, würde sich ihre Ausgangssituation für die am 29. Mai anstehenden Platzierungsspiele definitiv verbessern. "Wenn wir gewinnen, ziehen wir in jedem Fall an Chemnitz vorbei", so Korneli: "Und je nachdem, wie das Spiel zwischen Hamburg und Heidelberg ausgeht, können wir sogar noch auf Platz sechs vorrücken." Um diesbezüglich ihre Hausaufgaben zu erledigen, müssen die Freien Schwimmer vor allem die Wirkungskreise dreier Spielerinnen einengen: Nadine Hartwig, Jamie Verebelyi und Isabell Brödner erzielten zusammen 58 der 103 Chemnitzer Saisontreffer.

(kök)