Frauenfußball: MSV Duisburg verliert 0:2 gegen FFC Frankfurt

Frauenfussball-Bundesliga : Unterhaltsame Partie gegen Frankfurt endet 0:2

Frauen-Bundesliga: Der MSV Duisburg verkauft sich gut. Torhüterin Meike Kämper hält einen Elfmeter.

Thomas Gerstner sprach für sich und seinen Kollegen Nikos Arnautis. „Hier sitzen zwei sehr glückliche Trainer“, sagte der 52-Jährige nach dem Ende seiner ersten kompletten Saison mit dem MSV Duisburg in der Fußball-Bundesliga der Frauen. Sein Gegenüber hatte durch den 2:0 (2:0)-Sieg im PCC-Stadion mit dem 1. FFC Frankfurt noch den Sprung auf den fünften Tabellenplatz geschafft – Gerstner selbst konnte schon in der Vorwoche den erneuten Klassenerhalt mit seinem Team feiern und das Finale vor 418 Zuschauern daher recht gelassen verfolgen.

Dass die drei Punkte unter dem Strich verdient nach Hessen gingen, war nachher beiderseits unbestritten. Das lag vielleicht auch ein wenig daran, dass die MSV-Kickerinnen am Freitagabend schon eine Klassenerhaltsparty geschmissen hatten. „Trotzdem haben wir noch einmal alles rausgehauen“, fand Gerstner. Tatsächlich war es eines der unterhaltsamsten Heimspiele der ganzen Saison, in dem zumindest ein Tor für die Gastgeberinnen in Ordnung gewesen wäre, denn das Engagement dafür war ihnen nie abzusprechen.

Doch getroffen hat am Ende nur der FFC. Zum ersten Mal schon nach sechs Minuten: Da setzte Laura Freigang einen direkten Freistoß ins Netz. „Das geht auf meine Kappe“, räumte MSV-Kapitänin Meike Kämper ein. Relativiert wurde der vermeintliche Fehler der Nummer 1 aber dadurch, dass sie wie schon in den beiden vergangenen Partien mit einer Knieverletzung auflief, die normalerweise einen Einsatz verhindert hätte. „Aber sie hat sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte Thomas Gerstner.

Machtlos war Kämper beim 2:0 durch Tanja Pawollek in der 24. Minute. Dafür zeigte sie in der 63. Minute ihr Können: Nach einem Foul von Meikayla Moore an Sophie Kleinherne zeigte die etwas einseitig pfeifende Schiedsrichterin Sina Diekmann auf den Punkt. Die MSV-Torhüterin parierte jedoch sowohl den Elfmeter der Ex-Duisburgerin Marith Prießen als auch den Nachschuss von Tanja Pawollek. Eine Minute vor Schluss gab’s dann noch eine leicht überzogene Ampelkarte für Lucia Harsanyova. Ins Gewicht fiel das nicht mehr.

MSV: Kämper – Himmighofen, O’Riordan, Harsanyova, Zielinski – Moore – Dunst (81. Debitzki), Morina, Radtke, Makas (44. Lange) – Hoppius (83. Halverkamps)
Tore: 0:1 Freigang (7.), 0:2 Pawollek (24.)

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