Frauen-Bundesligist MSV Duisburg bereitet sich auf Teil zwei der Saison vor

Fußball : Frauen des MSV Duisburg stehen vor einer schweren Rückrunde

Die Vorbereitungen auf den zweiten Teil der Saison laufen beim Bundesligisten auf Hochtouren. Dass zum Auftakt gegen Werder Bremen direkt ein wegweisendes Spiel ansteht, ist für Trainer Thomas Gerstner überhaupt kein Problem.

„Wir sind im Klassenerhaltskampf“, sagt Thomas Gerstner, Trainer des MSV Duisburg in der Fußball-Bundesliga der Frauen, bestimmt. Das böse A-Wort will er partout nicht in den Mund nehmen, darauf besteht er. Aber unabhängig von der Wortwahl ist eines klar: Das Spiel in Bremen zum Rückrundenstart am 17. Februar wird für den Kampf um den Klassenerhalt direkt ein wegweisendes sein. Für Gerstner ist das aber kein Problem: „Was kann uns Besseres passieren, als gleich so einen Gegner zu bekommen?“

Mit elf Zählern überwintern die Meidericher auf Platz neun der Bundesliga. Mit vier Punkten Vorsprung auf den Elften Werder Bremen hat der MSV zwar ein Polster auf die Abstiegsränge, aber eben kein üppiges. Die Zebras bereiten sich also auf eine schwierige Rückrunde vor – und dabei helfen sollen natürlich auch Testspiele. Das erste steht anm Sonntag an. Um 13.30 Uhr geht es in Belgien gegen den KRC Genk.

Dabei stehe aber erst einmal, wie auch aktuell im Training, die Eingewöhnung im Mittelpunkt. „Die Grundprinzipien im Spiel sind eh klar. Wir wollen das gegen einen vernünftigen Gegner spielerisch und taktisch gut machen. Das Ergebnis ist wurscht“, sagt Gerstner. „Wir wollen einfach sehen, was schon gut funktioniert und was noch nicht.“

Mit der kanadischen Defensivspielerin Myia Wilkes kommt in dem Test allerdings nur einer der beiden Winter-Neuzugänge zum Einsatz, sagt der Trainer. Lucia Harsanyova, ebenfalls Abwehrspielerin, ist derweil noch mit der slowakischen Nationalmannschaft unterwegs. Für das so wichtige Spiel gegen Bremen zum Rückrundenauftakt sei ihr Fehlen im Training aber kein Problem. Sie sei durchaus eine Option für die Startelf. Gerstner: „Lucia ist ja eine Rückkehrerin und war nur ein halbes Jahr weg. Es ist leicht, sie wieder zu integrieren.“Ebenfalls mit ihrer jeweiligen Landesauswahl unterwegs sind Claire O’Riordan (Irland) und Meike Kämper (Deutschland). Sie fehlen deshalb aktuell ebenfalls beim Training.

Trotzdem sieht MSV-Trainer Gerstner die Vorbereitung dadurch nicht übermäßig gestört. Schließlich absolvieren die Fußballerinnen bei den Nationalteams auch ein professionelles Trainingsprogramm und kehren fit zum Verein zurück . Und: „Jeder hat gerne Nationalspielerinnen in der Mannschaft, denn sie bringen natürlich eine gewisse Qualität mit.“

Darüber hinaus fehlen den Zebras vorerst noch zwei Spielerinnen. Lisa-Marie Makas und Emma Rolston sind nach Verletzungen aktuell noch in der Reha. „Sie kehren wahrscheinlich Mitte oder Ende Februar zurück. Es läuft aber bislang alles nach Plan.“ Die beiden verpassen damit auf jeden Fall den Rückrunden-Start. Gerstner konnte sich im Laufe dieser Woche aber auch über zwei Rückkehrerinnen freuen: Kathleen Radtke und Fuko Takahashi waren krank und sind jetzt wieder einsatzfähig.

Der aktuelle Kader ist auch der, mit dem der MSV in die zweite Saisonhälfte gehen will. „Es kommen keine Neuzugänge mehr“, sagt Gerstner. In der Rückrunde sei es für die Zebras besonders wichtig, in der Defensive stabiler zu stehen. „Und diese Baustelle haben wir mit unseren beiden Neuzugängen geschlossen.“

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