Frauen-Bundesliga: MSV Duisburg ist gegen den SC Sand gefordert

Fußball : MSV-Frauen wollen den Vorsprung vergrößern

Der Frauen-Bundesligist empfängt am Sonntag den SC Sand. Derzeit liegen die Zebras sechs Punkte vor der Abstiegszone.

Jetzt beginnt der Endspurt in der Fußball-Bundesliga der Frauen: keine Pausen mehr, jede Woche eine Partie bis zum Saisonende. Fünfmal müssen die Spielerinnen des MSV Duisburg noch ran – dann soll nach Möglichkeit der Klassenerhalt gesichert sein.

Aktuell sind es sechs Punkte, die die Zebras vom ersten Abstiegsplatz trennen. Das Polster könnte am morgigen Sonntag noch ein bisschen größer werden – mit einem Erfolgserlebnis gegen den SC Sand. Zur ungewohnt frühen Anstoßzeit von 11 Uhr sind die Südbadenerinnen im PCC-Stadion zu Gast.

Für eine Akteurin des MSV ist es ein Aufeinandertreffen mit ihrem künftigen Verein. Dörthe Hoppius hat in der jüngsten Spielpause ihren Wechsel zum SC Sand öffentlich gemacht und dies als den vielzitierten „nächsten Schritt“ in ihrer Laufbahn deklariert. MSV-Trainer Thomas Gerstner nimmt ihr das nicht ansatzweise übel – im Gegenteil: „So ist das nun einmal im Fußball. Ich habe damals als Spieler auch oft den Verein gewechselt. Man muss den Schritt gehen, und nachher ist man dann immer schlauer, ob es die richtige Entscheidung war. Sie hat sich jetzt so entschieden, aber wir wissen genau, dass sie bis zum letzten Tag bei uns den Platz umpflügen wird.“

Bedenken, dass die Neubesetzung von Hoppius’ Rolle als Torjägerin schwer fallen könnte, hat der Trainer ebenfalls nicht. „Wir sind da schon sehr weit. Im Prinzip müssen wir nicht mehr suchen“, sagt Gerstner. Durchaus möglich ist also, dass zeitnah nach Defensivspielerin Isabel Hochstein (SGS Essen) der nächste Zugang präsentiert wird.

Aktuell ist der Kader durch den berufsbedingten Abgang von Symela Ciesielska und dem Verletzungsausfall von Pia Rybacki noch einmal etwas kleiner geworden, was bei Gerstner aber auch keine schlaflosen Nächte auslöst: „Bei uns wird nicht gejammert“, sagt er. Setzen kann er weiterhin auf die reaktivierte Marina Himmighofen, die bei den Gästen auf eine alte Weggefährtin aus FCR-Zeiten trifft: Anne van Bonn ist Kapitänin beim SC Sand und längst im tiefen Süden heimisch geworden.

Der MSV-Trainer glaubt, dass gegen den SC Sand eine „ungemein schwere Geburt“ auf seine Mannschaft wartet. Endet die Partie so wie zuletzt die zähen Spiele gegen Leverkusen und Mönchengladbach, dürfte sich wohl niemand beschweren.

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