Frauen-Bundesliga: 0:1 des MSV Duisburg in Sand

Frauen-Fussball : MSV-Frauen verpassen einen möglichen Punkt

Frauenfußball Remis war beim 0:1 machbar

Seit dem 30. April 2017 gibt es in der Fußball-Bundesliga der Frauen für den MSV Duisburg nur noch zwei Alternativen: Hopp oder top. An jenem Tag spielten die Zebras letztmals unentschieden – beim 3:3 gegen den SC Sand. Beim gestrigen Gastspiel im Ortenaukreis hätten die Zebras nur allzu gern dafür gesorgt, dass sich dieser Kreis schließt, denn ein Remis beim gestrigen Aufeinandertreffen wäre nach dem Spielverlauf wohl das angemessene Resultat gewesen. Doch stattdessen schlossen Trainer Thomas Gerstner und seine Mannschaft die Drei-Spiele-Woche mit einer bitteren 0:1 (0:1)-Niederlage ab.

Im Vergleich zum 1:4 in Leverkusen am Mittwoch hatte der MSV-Trainer einige Änderungen vorgenommen – nicht zuletzt taktischer Natur. In der Defensive bot er eine Fünferkette auf, an deren äußeren Enden die neu in die Startelf gerückten Symela Ciesielska und Nina Lange agierten. „Das ausgegebene Ziel war, so lange wie möglich die Null zu halten“, so Gerstner. Das war dann aber schon nach 13 Minuten Makulatur, als Sands Spielerinnen einen leichtfertigen Ballverlust der Gäste zur Führung durch Jana Vojtekova nutzten. Auf der Gegenseite sorgte Yvonne Zielinski erst nach 37 Minuten mit dem ersten Abschluss für Gefahr. „Insgesamt haben wir es in der ersten Halbzeit nicht so gut gemacht“, resümierte Coach Gerstner.

Das war für ihn Grund genug, sein Team zum Seitenwechsel umzustellen. Nina Lange hatte zuvor schon Platz für die diesmal zu Beginn geschonte Magdalena Richter gemacht, für Symela Ciesielska kam die offensivere Emma Rolston in die Partie. Der MSV, nach den Wechseln in einer 4-1-4-1-Formation agierend, fand nun besser in die Partie und erspielte sich auch aussichtsreiche Chancen. Die größte davon hatte 14 Minuten vor dem Schlusspfiff Dörthe Hoppius, doch die Duisburger Mittelstürmerin scheiterte an SC-Keeperin Carina Schlüter. In der 83. Minute hatte Hoppius noch ein weiteres Mal den Ausgleich auf dem Fuß, verfehlte aber knapp, so dass es bei der vermeidbaren Niederlage blieb.

„Leider haben sich die Mädels für den großen Aufwand, den sie betrieben haben, diesmal nicht belohnen können“, fasste Thomas Gerstner den Auftritt in Sand zusammen. Am kommenden Sonntag ist der Spitzenreiter VfL Wolfsburg am Homberger Rheindeich Gast der Duisburgerinnen.

MSV: Kämper – Ciesielska (46. Rolston), O’Riordan, Moore, Radtke, Lange (42. Richter) – Zielinski, Morina, Dunst, Halverkamps (70. Takahashi) – Hoppius. Tor: 1:0 Vojtekova (13.).

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