Football: Niederlage zum Auftakt für Duisburg Vikings

Football : Vikings verlieren Spiel und Quarterback

Das neu formierte Duisburger Football-Team unterliegt zum Saisonauftakt in der Landesliga bei den Herne Black Barons mit 0:10. In der Partie verletzen sich die Spielmacher beider Mannschaften.

Drei verletzte Quarterbacks, die seltenste Art zu punkten, die es im Football gibt – das Auftaktspiel der Duisburg Vikings in der Landesliga hatte eine Menge Kuriositäten zu bieten. Allerdings auch einen schlechten Ausgang für den noch jungen Verein. Die Wikinger mussten sich auswärts den Herne Black Barons mit 0:10 (0:3, 0:0, 0:0, 0:7) geschlagen geben.

Selbst Experten müssen tief im Regelbuch kramen, um sich daran zu erinnern, wie ein Football-Team abgesehen vom Extrapunkt nach dem Touchdown nur einen Punkt verbuchen kann. „Uns ist ein One-Point-Safety unterlaufen“, berichtet Björn Bromberek, Offensiv-Koordinator der Vikings. Ein Safety bringt normalerweise zwei Punkte – dabei wird der ballführende Spieler der Offensive in der eigenen Endzone zu Fall gebracht.

Die Ein-Punkt-Variante wiederum verursacht die Defensive. Schnappt sich die verteidigende Mannschaft beim Versuch des Gegners, einen Extrapunkt zu erzielen, in der eigenen Endzone den Ball und wird zu Boden gebracht, gibt es einen Punkt für den Gegner. Die Duisburger machten es aber noch ungewöhnlicher. „Wir haben den Ball erobert, laufen zurück in die eigene Endzone und starten den Gegenangriff“, schildert Bromberek. Allerdings sind in diesen Situationen keine Vorwärtspässe erlaubt – was die Vikings allerdings taten. Und auch das brachte dem Gegner einen Punkt. Das Ganze passierte nach einem Touchdown kurz vor Spielende, nachdem die Gastgeber im ersten Abschnitt zu einem Field Goal gekommen waren. „Das zeigt, dass das Spiel über lange Zeit sehr ausgeglichen verlaufen ist“, so Bromberek.

Bitter war das Spiel für beide Mannschaften, weil sich gleich drei Quarterbacks verletzten. Bei den Vikings startete Johannes Knopp auf der Spielmacher-Position. Er musste später mit einer Rippenprellung aufgeben. Janik Börke, der als Receiver begonnen hatte, musste daraufhin als Quarterback weiterspielen. Doch schon kurz danach verletzte auch er sich – und zwar an der Schulter. „Wie schwer die Verletzung ist, wissen wir noch nicht“, sagte Björn Bromberek.

So musste bereits im zweiten Viertel Runningback Jan Clas als Quarterback weitermachen – mehr als die halbe Spielzeit war also noch zu absolvieren. „Danach konnten wir fast nur noch Laufspielzüge machen. Nur ganz am Ende haben wir es mit Pässen versucht“, so der Coach. Noch bitterer erwischte es Hernes Quarterback Philipp Tuschhoff: Er wollte nach einem Fehlpass einen Duisburger Spieler blocken – und brach sich dabei den Oberschenkel. „Das Spiel wurde danach für rund 45 Minuten unterbrochen“, so Bromberek.

Der Duisburger Coach war mit der Leistung seiner Mannschaft trotz der Niederlage nicht unzufrieden. „Die Defensive hat einen tollen Job gemacht, angesichts der Umstände war in der Offensive nicht viel mehr möglich. Dazu kommt, dass wir in der Defensive einige erfahrene Spieler haben, in Offensive aber viele Anfänger.“ Nun gilt es, die Verletzten wieder gesund zu pflegen, um es im ersten Heimspiel am 18. Mai (15 Uhr, Schwelgernstadion) gegen die Kleve Conquerors besser zu machen.

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