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Fußball: FCR will die Gunst der Stunde nutzen

Fußball : FCR will die Gunst der Stunde nutzen

Es gilt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Am vergangenen Mittwoch schloss der FCR 2001 Duisburg durch den 6:1-Sieg bei Lokomotive Leipzig in der Tabelle der Fußball-Bundesliga der Frauen nach Punkten zum Spitzenreiter Turbine Potsdam auf.

Jetzt gilt es, den Brandenburgerinnen endgültig den Platz an der Sonne streitig zu machen. Die Voraussetzungen dazu sind günstig. Der FCR empfängt morgen um 11 Uhr im PCC-Stadion den Tabellensechsten SC Freiburg, während die mittlerweile spielerisch nicht mehr so ganz stabilen Potsdamer "Torbinen" zu Hause gegen Verfolger VfL Wolfsburg einen schweren Stand haben dürften, Überraschung eingeschlossen. FCR-Coach Marco Ketelaer sieht sein Nahziel, jeweils drei Punkte aus den letzten Begegnungen gegen den HSV, Leverkusen und Leipzig zu holen, erfüllt.

Mit den Freiburgerinnen steht ebenfalls eine durchaus lösbare Aufgabe an, auch wenn das Ergebnis des Hinspiels morgen kein Maßstab mehr sein dürfte. 6:0 setzte sich damals der Duisburger Gast im Breisgau durch. Ketelaer schätzt die Freiburgerinnen als den bislang schwersten Gegner ein, gelang denen doch ein Sieg gegen die hoch favorisierte Startruppe des 1. FFC Frankfurt. Viel wird davon abhängen, ob der FCR seine offensichtliche kleine spielerische Krise überwunden hat. Denn in Leverkusen und Leipzig gab es doch arge Defizite in Sachen Spielaufbau, Chancenverwertung und Passgenauigkeit.

Ein Lichtblick ist es, dass Linda Bresonik morgen wieder eingesetzt werden kann. Die Ideen der Aufbauspielerin wurden zuletzt doch arg vermisst. Auch Marina Himmighofen ist wieder am Ball, so dass die Abwehrkette in gewohnter Form ihre Arbeit aufnehmen kann.

Der SC Freiburg, der in seinem Aufstiegsjahr bereits eine gute Rolle in der Liga spielt, unterlag am letzten Wochenende im eigenen Stadion Tabellenführer Potsdam zwar mit 0:2, zeigte aber ein ansprechende Leistung. Allerdings werden die Breisgauerinnen morgen ohne ihre in 109 Pflichtspielen bewährte Torhüterin Marisa Brunner antreten. Die Schweizer Rekordnationslspielerin beendet wegen permanenter Beschwerden in Fußgelenk und Knie mit sofortiger Wirkung ihre Laufbahn.

Obwohl seit dem Mittwochspiel in Leipzig nur wenig Zeit zur Regeneration war, nimmt Ketelaer die Favoritenrolle an. "Ich merke schon, dass das Aufschließen zur Tabellenspitze einen positiven Schub verursacht hat. Den wollen wir gegen den Aufsteiger nutzen."

(RP)