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Fußball: FCR verpasst das Pokalfinale

Fußball : FCR verpasst das Pokalfinale

Der Frauenfußball-Bundesligist unterlag im Halbfinale des DFB-Pokals beim 1. FFC Frankfurt mit 6:7 nach Elfmeterschießen. Die Nationalspielerinnen Annike Krahn und Linda Bresonik patzten vom Punkt.

Der FCR 2001 Duisburg hat die siebte Teilnahme an einem Endspiel um den Pokal des Deutschen Fußball-Bundes der Frauen verpasst. Nach dramatischen 120 Minuten im Stadion am Brentanobad unterlag der FCR am Ostersonntag dem 1. FFC Frankfurt nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 6:7 (2:2, (2:2, 1:1)).

Tragische Figuren waren ausgerechnet die beiden das FCR-Spiel weitgehend prägenden Nationalspielerinnen Annike Krahn und Linda Bresonik, die ihre Strafstöße so schwach schossen, dass die Frankfurter Torhüterin keine Schwierigkeiten hatte, die unplatzierten Bälle locker zu halten. Zuvor hatten Mandy Islacker, Lieke Martens, Gülhiye Cengiz und Alexandra Popp souverän verwandelt. Das Team von FCR-Trainer Marco Ketelaer lieferte ungeachtet der Niederlage in Frankfurt eine beherzte und kämpferisch überzeugende Partie ab.

Nach der Frankfurter Führung schon in der achten Minute durch Kerstin Garefrekes glich der FCR durch Mandy Islacker noch vor der Pause aus. Nach dem Wechsel schaffte der Duisburger Gast sogar die 2:1-Führung durch Alexandra Popp (70.), bevor Frankfurt zehn Minuten vor dem regulären Schlusspfiff der Ausgleich durch Gina Lewandowski zum 2:2 gelang. Allerdings kostete eine krasse Fehlentscheidung der Schiedsrichterin Ende der ersten Halbzeit der Verlängerung dem FCR vermutlich die Finalteilnahme, als Islacker elfmeterrreif gefoult wurde, der Pfiff der ansonsten souverän leitenden Unparteiischen Hussein jedoch ausblieb.

Im Elfmeterschießen schien der FCR alle Vorteile zu haben, als die Schweizerin Anna Maria Crnogocevic beim zweiten Frankfurter Strafstoß an Duisburgs Torhüterin Anke Preuß scheiterte und anschließend Martens, Cengiz und Popp verwandelten. Dann scheiterte Krahn. Linda Bresonik, sonst eine sichere Torschützin vom Punkt aus, hatte sich nicht in die Liste der ersten fünf Schützinnen aufnehmen lassen und kam erst zum Zuge, als es nach je fünf Strafstößen unentschieden stand.

FCR-Trainer Marco Ketelaer hatte sein Team auf einigen Positionen verändert. Bresonik rückte für die verletzte Luisa Wensing nach rechts in die Abwehrkette. Erstmals nach ihrem Kreuzbandriss im Dezember stand Simone Laudehr auf dem Platz, während die Belgierin Lieke Martens bei ihrem Debüt im FCR-Team die Japanerin Kozue Ando ersetzte, die erst nach gut einer Stunde für Laudehr eingewechselt wurde. Im Tor stand erneut Anke Preuß, die an den Gegentreffern keine Schuld trug.

Frankfurt erspielte sich in den ersten 25 Minuten eine deutliche Überlegenheit, doch nach dem Ausgleich durch Mandy Islacker, die von Gülhiye Cengiz nach einem Freistoß gedankenschnell freigespielt wurde, war der FCR mehr als gleichwertig und hatte Pech, dass ein Schuß von Laudehr wenige Minuten später nur die Torlatte traf. In der zweiten Halbzeit hatte Alexandra Popp schon zehn Minuten vor ihrem Ausgleichstreffer eine Riesentorchance, scheiterte aber völlig freistehend zu unkonzentriert an Frankfurts Torhüterin.

(mac)