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Fußball: FCR Duisburg: Heftige Pokalniederlage

Fußball : FCR Duisburg: Heftige Pokalniederlage

Mit einer 1:8-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg ist der FCR Duisburg im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Mannschaft von Interimstrainerin Petra Hauser hätte sogar noch höher verlieren können.

Zum Schluss konnte man mit der Mannschaft des FCR nur noch Mitleid haben. So vorgeführt und auseinandergenommen worden wie bei der gestrigen 1:8 (1:4)-Niederlage im Achtelfinale des DFB-Pokals als Gastgeber des VfL Wolfsburg ist diese Mannschaft wohl noch nie. Gleichzeitig notieren die Statistiker die höchste Heimniederlage in einem Pflichtspiel seit Vereinsbestehen im Jahr 2001.

Dass das Team von Interimstrainerin Petra Hauser gegen den Spitzenreiter der Frauen-Bundesliga kaum eine Chance haben würde, das Viertelfinale zu erreichen, war erwartet worden. Dass es aber so knüppeldick kommen sollte, dagegen nicht. Dabei konnte der FCR vor 517 Zuschauern im PCC-Stadion die erste Viertelstunde sogar mehr als ausgeglichen gestalten und hatte in der fünften Minute eine gute Torchance, aber Mandy Islacker bekam den Ball frei vor dem Wolfsburger Tor nicht unter Kontrolle.

Gleichwohl waren die beiden ersten Treffer, die dem FCR früh die Moral brachen, unnötig wie ein Kropf. Ein Fehlpass von Elli Reed führte zu einem Wolfsburger Freistoß, den Martina Müller von der Strafraumgrenze ins lange Eck beförderte. Torhüterin Maike Kämper sah bei diesem Treffer ebenso schwach aus wie beim 0:2 nur drei Minuten später, als sie bei einem Schuss von Nadine Keßler mittig aufs Tor keine Reaktion zeigte. Kämper war in die Mannschaft gekommen, weil Stammtorhüterin Ashlyn Harris wegen einer Verletzung am Schienbein fehlte. Der jungen Ersatzkeeperin allerdings die Hauptschuld an diesem Desaster zuzuweisen, wäre falsch. Vielmehr präsentierte sich die Abwehr, die zu Beginn ohne Laura Neboli und Dolores Silva auflief, in einer desaströsen Verfassung.

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Das wurde vor allem deutlich, als zu Beginn der zweiten Halbzeit die Wolfsburger Angreiferinnen mühelos durch die FCR-Abwehr spazierten, innerhalb von acht Minuten drei Treffer erzielten und auf 7:1 davonzogen. Kurz vor der Pause hatte Nicole Banecki nach Zuspiel von Kozue Ando den Ehrentreffer zum 1:3 markiert, wonach direkt im Gegenzug die ehemalige FCR-Spielerin Alexandra Popp den 4:1-Halbzeitstand herstellte.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der FCR gegen das präzise und druckvolle Spiel der Wolfsburgerinnen auf verlorenem Posten stand, obwohl teilweise durchaus gute Ansätze zu erkennen waren.

Der mit acht Nationalspielerinnen angetretene Bundesliga-Spitzenreiter hätte durchaus noch höher gewinnen können, aber Pfosten und Latte, eine sich steigernde Torfrau Maike Kämper sowie die Amerikanerin Elli Reed, die auf der Torlinie rettete, verhinderten eine zweistellige Demontage der Duisburgerinnen.

(RP/rl)