FC Rumeln-Kaldenhausen besiegt GSV Moers im Pokal

Fußball : 7:6 nach 2:6 – FC Rumeln-Kaldenhausen schafft spektakulären Pokal-Coup

Dem A-Kreisligisten gelingt gegen den Bezirksligisten GSV Moers eine kaum noch für denkbar gehaltene Wende. Ligarivale ESV Hohenbudberg scheitert erst in der Verlängerung am Landesliga-Spitzenteam SV Scherpenberg.

Der ESV Hohenbudberg war einer Überraschung nah, der FC Rumeln-Kaldenhausen hat sie geschafft – und das auf eine furiose Weise: Die beiden Duisburger A-Kreisligisten sorgten in ihren Spielen der zweiten Runde des Moerser Fußball-Kreispokals für Aufsehen.

Der FC Rumeln-Kaldenhausen bezwang den GSV Moers mit 7:6 (1:3). Trainer Michael Hoppe konnte es auch einen Tag später noch nicht wirklich glauben: „So etwas habe ich in meiner Laufbahn als Fußballer noch nicht erlebt. Eigentlich müssten wir uns alle jetzt sofort zur Ruhe setzen.“ Zahlreiche Nachrichten von Bekannten musste er beantworten, die an einen Fehler bei der Ergebnisübermittlung glaubten – oder zumindest an das Fehlen des Zusatzes „nach Verlängerung“. Doch tatsächlich fielen die 13 Tore in 90 Minuten. Besser noch: Die entscheidenden fünf Treffer zum spektakulären Sieg über den in bester Besetzung angetretenen Bezirksligisten erzielte der FCR in der letzten halben Stunde der Partie.

Schon zur Pause hatte nur noch wenig auf einen solchen Ausgang hingedeutet. Die Rumelner waren zwar durch Kevin Röös früh in Führung gegangen, hatten dann aber drei Gegentore kassiert. Kurz nach Wiederbeginn verkürzte Nikola Karanovic, aber dann zog der GSV vermeintlich uneinholbar auf 6:2 davon. „Und dann hat man gesehen, wie Glaube und Motivation Berge versetzen können“, so Hoppe. Das 3:6 durch Karanovic (64.) nahm der Gast noch nicht so ganz ernst, das 4:6 durch Röös (74.) wohl auch nicht. Das 5:6 durch Salvatore Bibbo (77.) war das endgültige Signal zur Wende. Erneut Bibbo markierte den Ausgleich (87.), ehe Kevin Röös in der 89. Minute den so nicht für möglich gehaltenen Sieg perfekt machte.

Der ESV Hohenbudberg, Spitzenreiter der A-Liga, verlor beim Landesliga-Zweiten SV Scherpenberg erst nach Verlängerung mit 1:2 (1:1, 1:0). Mohamed Nasser (26.) brachte den Außenseiter in Führung. Weitere gute Chancen blieben ungenutzt. Beim Ausgleich durch Bora Karadag (67.) beklagten der Gastgeber einen „geschenkten“ Handelfmeter. So ging es in die Verlängerung, in der bei beiden Mannschaften merklich die Kräfte schwanden. Ab der 114. Minute war der ESV nach einer Gelb-Roten Karte für Hüseyin Aydemir in Unterzahl. Das nutzten die Scherpenberger eine Minute später zum Siegtor durch Emre Terzi.

(T.K.)
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