Extrem erfreulich für den Stadtsportbund

Extrem erfreulich für den Stadtsportbund

Die Sitzung des Betriebsausschusses DuisburgSport war für den Stadtsportbund Duisburg extrem erfreulich. Der SSB hatte Vorschläge gemacht, die verhindern sollen, dass das städtische Sparkorsett den Vereinen das Blut abschnürt. Sie stießen auf viel Gegenliebe bei den Parteien. Über Zusatzanträge der SPD und der Linken waren die Ideen auf die Tagesordnung gerückt.

Der Betriebsausschuss verständigte sich nun darauf, dass die Hallennutzungsgebühren für die Vereine 2010 erst einmal nicht erhöht werden und dann ab 2011 nur schrittweise. Der SSB hatte angeboten, die Bäder in Großenbaum auch in Wanheim zu übernehmen. Zumindest bis irgendwann das schöne neue XXL-Bad steht. Dazu gab es keine Entscheidung, aber die Stimmung im Saal war von solcher Art, dass bei der avisierten Abstimmung im Rat wohl ein Zuschlag erfolgt.

Was das Freibad Toeppersee angeht, das von der Schließung bedroht ist, so zeigten sich die Politiker damit wenig einverstanden. Entschieden wird aber all dies ein andermal, so wie auch die Erhöhung der Eintrittsgelder für die Schwimmbäder auf den Finanzausschuss vertagt wurde. Kurz, die Axt traf den Sport gestern nicht so hart wie befürchtet.

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Es gab noch andere gute Nachrichten: Der IMD hat den Aktenordner mit Belegen über die Ausgabe von 560.000 Euro aus dem Jahr 2007 wiedergefunden. Mehrere Jahre hatte man gesucht. So lange, bis selbst das Wirtschaftsprüfungsunternehmen, dass den Jahresabschluss 2007 für den Eigenbetrieb DuisburgSport zertifizieren sollte, die Hoffnung auf Wiederbeschaffung verloren hatte. Kaum aber war der Verlust öffentlich geworden, da konnte sich irgendwer erinnern, wo er die Belege hinverschusselt hatte. Der Eigenbetrieb bekam dann auch seine Entlastung für das Startjahr. Mit dem Hinweis: Aller Anfang ist schwer. Denn die Liste der Mängel war lang und man hatte an dem Jahresabschluss länger gearbeitet als das ganze Jahr gedauert hatte. Dabei kamen nebenbei spannende Fakten ans Tageslicht: Zum Beispiel für den Sport zu arbeiten, erhält keineswegs gesund. Der Krankenstand bei DuisburgSport ist sogar besonders hoch.

Zu Beginn verabschiedete Herbert Mettler, den Leiter des Betriebsausschusses, Heinz Gerd Janßen, in den Ruhestand. Mettler würdigte Janßen als Mann des Sports. Verdiente Blumen nach 37 Jahren im Einsatz für die Leibesertüchtigung in der Stadt. Siege und Niederlagen hatte es da gegeben. Wie könnte es im Sport anders sein?

(RP)