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Eishockey: EVD will die Delle morgen ausbeulen

Eishockey : EVD will die Delle morgen ausbeulen

Ohne lange Umschweife: Die Idee der Dortmunder Elche, sich selbst schwach zu reden, ging am Donnerstag wunderbar auf. Im zweiten Spiel der Playoff-Halbfinalserie ließ sich der Duisburger Eishockey-Oberligist sanft einlullen.

Die bittere Folge: Dortmund zog dem EVD die Schlafmütze über die Augen. Die Partie ging mit 1:5 verloren, die Westfalen zogen im Rennen um drei Siege zum Finale gleich und buchten sofort das nächste Heimspiel am kommenden Dienstag unter dem zugigen Dach des Eisstadions im Westfalen-Park.

Bereits morgen aber sieht man sich auf der Etappe zum Zweitliga-Aufstieg um 18.30 Uhr in Duisburg. In der Scania-Arena will Franz Fritzmeier seine Mannschaft zu der Konzentration und Bissigkeit führen, die den ersten Heimsieg so souverän gemacht hatte. Der Coach musste sich am Donnerstagabend erst ein wenig sammeln, bevor er auf die Partie morgen vorausschauen konnte. Maßlos hatte er sich über das 1:1 seiner Mannschaft geärgert, das in letzter Minute des ersten Drittels fiel. Und das bei einem Bully vor dem Tor der Elche. "Ich war stinksauer", bekannte Fritzmeier. Doch der Treffer war nur ein Beispiel dafür, dass der EVD gegen einen personell knapp besetzten, aber enorm spielstarken Gegner den Erfolg als Mitnahmeartikel vom Grabbeltisch gesehen hatte. Duisburgs Coach wie der Rest der Füchse-Crew musste danach anerkennen: Der Sieg der Westfalen war sehr verdient. Die Lektion sollte gesessen haben, sonst kann es kompliziert werden mit dem Einzug ins Finale.

Fritzmeier muss zudem umstellen. Clarke Breitkreuz ließ sich in eine dumme Händelei mit Dortmunds Florian Kirschbaum ein und fällt nun ebenso wie der Elch morgen aufgrund einer Spieldauer-Sperre aus. Dotmund fehlt wohl auch Frank Petrozza, der heute zu seiner kranken Mutter nach Kanada fliegt.

Wie sehen die Chancen aus? Nicht zu schlecht. Auch in Dortmund war deutlich zu sehen, dass der EVD das bessere Team stellt. Hält der Fuchs das Tempo hoch, sucht den Körperkontakt und lässt sich nicht auf kindische Playoff-Spielchen ein, dann lässt sich die Delle vom Donnerstag mit zwei Schlägen morgen und am Dienstag ausbeulen. Den Gummihammer sollte man freilich im Schrank lassen. Duisburg ist schließlich eine Stahlstadt.

(kew)