Eishockey: EVD stürmt ins Viertelfinale

Eishockey : EVD stürmt ins Viertelfinale

Der Eishockey-Oberligist feierte im Achtelfinale des DEB-Pokals gestern Abend einen ungefährdeten Erfolg und besiegte den EC Peiting mit 6:1 (1:0, 4:1, 1:0).

Pokal macht Spaß. Drei Tage nach dem 2:5 in der Meisterschaft gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim setzte sich der Eishockey-Oberligist auf einer Nebenbühne glänzend in Szene. Vor 666 Zuschauern in der Scania-Arena gewann die Mannschaft von Trainer Franz Fritzmeier gegen den Süd-Oberligisten EC Peiting mit 6:1 (1:0, 4:1, 1:0) und sicherte sich den Einzug ins Viertelfinale des DEB-Pokals. Gespielt wird die Runde am 4. oder 5. Dezember.

Mit dem Erfolg gegen einen der höher vorgewetteten Klubs aus dem Süden schickte der Fuchs auch gleich eine Botschaft über die Mainlinie: Die Westteams sind auch in diesem Jahr mehr als konkurrenzfähig. Wenn alles gut läuft, misst sich der EVD mit den Bayern in den Aufstiegs-Playoffs. Da kann eine zeitig verschickte diplomatische Note mit klarer Botschaft für den notwendigen Respekt sorgen.

Zu den lustigen Szenen gestern beim Spiel gehörte der Einsatz von Peitings Trainer Peppi Heiß. Der ehemalige Nationaltorhüter pflückte gekonnt einen Puck, der sich über die Bande verirrt hatte, aus der Luft. Dafür gab es Lob und Beifall sogar von den EVD-Fans. An solchen Faxen durfte man sich erfreuen, denn auf dem Eis ließ das Spektakel noch auf sich warten.

Peiting ließ es langsam angehen. Die Hausherren schauten, dass sie das Geschehen kontrollierten und sich keinen Konter fingen. Den Rest fischte ein sehr starker Björn Linda im Tor. Mit den Förderlizenzspielern aus Köln und Düsseldorf im Kader gelang das souverän. Zudem konnte Fritzmeier leichter verschmerzen, dass die Verletztenliste inzwischen zweispaltig geführt wird. Joe Lewis musste sich mit einer Gehirnerschütterung transferieren lassen. Noch härter hat es Daniel Schmölz getroffen. Beim Spiel in Dortmund brach er sich die Hand und fällt wohl mindestens sechs Wochen aus. Das tut weh, denn Schmölz gehört zu den Cracks, die wissen, wo das Tor steht.

Anders als gegen Nauheim hatten gestern eine Reihe Spieler im Füchsetrikot ihren Kompass dabei: Erst staubte Daniel Fischbuch (18.) zum 1:0 einen Schuss seine Bruders Dennis ab. Nach dem Wechsel erhöhte der Kölner Förderlizenzspieler Brett Breitkreuz (23.) in Unterzahl mit einem sanft, aber effizient verwandelten Solo zum 2:0 in Unterzahl. Als sich Adam Courchaine (31.) für sein erstes Tor als Neufuchs feiern ließ, begannen sich die Gäste nach einem Platz im warmen Mannschaftsbus zu sehnen.

Doch so leicht, ließ der EVD die längst Geschlagenen nicht aus der Halle: Benjamin Hanke (34.), Philipp Riefers (36.) und Fabio Pfohl (46.) machten mit ihren Toren deutlich, warum es für Bayern am Rhein gar nicht schön ist.

Peiting rettete durch Josh Gillam (40.) seine Ehre. Mehr war für den Gast auch nicht zu retten. Jannik Woidtke und Florian Simon gönnten sich im Schlussdrittel eine kleine Händelei. An solchen Faxen durfte man sich freuen. Das Spektakel war vorbei.

(kew)