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Eishockey: EVD: Im März geht ein Alptraum zu Ende

Eishockey : EVD: Im März geht ein Alptraum zu Ende

Der Fuchs hat noch Ziele. Auch wenn Duisburgs Eishockey-Team am Tabellenende klebt wie ein Kaugummi unterm Küchentisch. Willy Mühlenhaus, der neue Trainer, hat die dringende Aufgabe der Rekordvermeidung.

Mehr als 33 Punkte soll er am Schluss auf dem Konto haben und weniger als 18 Niederlagen in Folge einfahren. Pleiten, die deutlicher ausfallen, als das legendäre 1:14 von Nürnberg gegen Landshut im Jahr 1996 gilt ebenfalls dringend zu vermeiden. Zwölf Spiele stehen aus.

Der Auftritt heute um 19.30 Uhr in der Scania-Arena gegen die Freezers aus Hamburg könnte da zumindest eine Problem lösen. Elf Niederlagen in Folge hat der Fuchs inzwischen kassiert. Nach der Partie sind es nur noch elf Spiele. Wie das Team sich wehrt, können Sportfreunde heute kostenlos sehen. Der Alleingesellschafter Ralf Pape ermöglicht freien Eintritt auf dem Stehplatz. Wer sitzen möchte, hat für zehn Euro freie Platzwahl.

Pape zahlt durch die Bonus-Aktion übrigens nicht drauf. Zuletzt kamen kaum mehr als 1000 Zuschauer. Zieht man Steuern ab und rechnet man die nun geringeren Kosten für den Ordnungsdienst sowie die höheren Catering-Einnahmen zusammen, dann kommt der Chef kostenlos zu besserer Laune.

Trainer Willy Mühlenhaus will mit seiner Mannschaft den notwendigen sportlichen Beitrag leistet. "Wir sprechen viel zusammen. Die Stimmung im Team ist gut. Spielerische Übungen sollen für bessere Ordnung auf dem Eis sorgen", sagt der Coach. Er nimmt seine Aufgabe durchaus ernst.

Seinem Chef Ralf Pape hat er schnörkellos erklärt, dass er mit allen elf Ausländern rechne. Das bedeutet: Anfragen auf Abwerbung erteilt Pape eine klare Absage. "Wir spielen mit diesem Team bis zum Saisonende", erklärt er. Eine personelle Veränderung steht jedoch noch an: Verteidiger Toni Bader, der in der DEL keinen Schlagschuss aufs Tor bekam, wechselt zum Kooperationspartner Herner EV.

Der Abwehrspieler soll dem Oberligisten zum Klassenerhalt verhelfen. Im Gegenzug kommen die Talente Martin Rehthaler und Michael Hrstka nach Duisburg. Die Förderlizenzspieler sollen in der Abwehr ein bisschen DEL-Luft schnuppern. Ist doch nett: So dient der Saisonrest auch der Aus- und Weiterbildung. Und wieder ein neues Ziel bis zum 1. März 2009, dem Tag, an dem ein Alptraum zu Ende geht.

(RP)