Lokalsport: EVD gewinnt mit guter Taktik gegen Icefighters

Lokalsport: EVD gewinnt mit guter Taktik gegen Icefighters

Eishockey: Nach der Verletzung von Robin Slanina erweist sich Petrozzas Idee zur Umstellung der Reihen als gut.

Sven Gerike war geknickt. "Das war sicher ein Foul, aber doch kein Penalty", sagte der Trainer der Icefighters Leipzig. nachdem der EV Duisburg zum Auftakt der Meisterrunde in der Eishockey-Oberliga Nord mit 3:2 nach Verlängerung in Sachsen gewonnen hatte. Raphael Joly war in der 63. Minute frei durchgebrochen, wurde gefoult, Pfiff, Penalty. "Ich kann ihn ein wenig verstehen", sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza zwei Tage später. "Der Schiedsrichter hat wenig gepfiffen und dann wird das Spiel durch diesen Penalty entschieden." Der 47-Jährige sagt aber auch: "Ich habe mir das Video fünfmal angesehen. Das war klipp und klar ein Penalty."

Generell war Petrozza rundherum zufrieden: "So viele Mannschaften haben dort noch nicht gewonnen." Insgesamt holte der EVD gegen den Tabellenzweiten aus Leipzig am Donnerstag und Samstag fünf von sechs möglichen Punkten. Und die zwei Punkte vom Samstag gefielen ihm fast noch etwas mehr - weil es auf dem kleinen Eis in Taucha eben besonders schwer ist. "Mir hat auch gefallen, wie der Schiedsrichter das Spiel geleitet hat. Er hat nicht jede Kleinigkeit abgepfiffen, stellte sich nicht in den Mittelpunkt", lobte Petrozza den Auftritt von Fynn-Marek Falten.

Eine Idee von Petrozza erwies sich als guter Schachzug. Viktor Beck, an sich kein Center, spielte in Taucha auf der Mittelstürmerposition mit Raphael Joly und André Huebscher. Und tatsächlich entwickelten die drei viel Geschwindigkeit und viel Torgefahr. "Jari Neugebauer hat in dieser Reihe toll gespielt", betont Petrozza. "Aber Viktor hat mit Robin Slanina hervorragend harmoniert." Da der Deutsch-Tscheche nun aber für einige Wochen ausfällt, überlegte sich der Duisburger Trainer eine neue Variante - und fand sie in der Kombination der Rückennummern auf "1".

Die Spieler mit der 91, 71 und 61 harmonierten so gut, "dass ich denke, dass die drei nun erst einmal so zusammenbleiben."

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Ohnehin hält er nicht viel davon, zu oft darüber zu sprechen, welche Spieler fehlen. "Uns fehlen mit Robin Slanina und Lars Grözinger zwei sehr wichtige Stürmer. Aber was sollen wir machen? Das ist im Sport nun einmal so. Man muss mit dieser Situation dann einfach richtig umgehen." Derweil gefällt ihm die Entwicklung der Mannschaft. "Wenn einer fehlt, wenn einer mal nicht gut drauf ist, dann sind andere da, die den Job dann machen." So verdienten sich die Verteidiger Finn Walkowiak und Yannis Walch in den Spielen gegen Leipzig ein Extralob.

Die Aufgaben werden in der Meisterrunde der besten Sieben nicht leichter. Am heutigen 2. Januar sind die Füchse spielfrei, ehe es ab Freitag im normalen Rhythmus weitergeht. Dann sind um 19.30 Uhr die Saale Bulls Halle an der Wedau zu Gast, die sich am letzten Spieltag den siebten Platz vom Herner EV geschnappt haben. Petrozza: "Wir haben Respekt vor Halle. Die Saale Bulls hatten ein schweres Programm."

Icefighters Leipzig - EV Duisburg 2:3 n.V.

Drittel: 1:1, 0:0, 1:1, 0:1 Tore: 0:1 (1:33) Huebscher (Beck), 1:1 (15:17) Hofverberg (Velecky, Hildebrand), 2:1 (44:45) Weber (Schneider, Martin/5-4), 2:2 (51:51) Krämer (Berzins, Neugebauer), 2:3 (62:46) Joly (Penalty). Strafen: Leipzig 4, Duisburg 4. Zuschauer: 1269.

(RP)
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