Lokalsport: EVD feiert das Silberjubiläum beim Ruhrderby gegen Essen

Lokalsport : EVD feiert das Silberjubiläum beim Ruhrderby gegen Essen

Zum ersten Mal in der 25-jährigen Vereinsgeschichte werden zwei Trikotnummern gesperrt.

25 Jahre sind im deutschen Eishockey eine halbe Ewigkeit. Da verwundert es kaum, dass der EV Duisburg sein "Silberjubiläum" entsprechend feiern will. Denn exakt am Tag des Ruhrderbys gegen Essen - am kommenden Sonntag, 27. November - jährt sich die Gründung der Füchse zum 25. Mal. Gleichzeitig ist das Eishockey in Duisburg in diesem Jahr 45 Jahre alt. Das Bemerkenswerte daran ist: Der EVD nimmt damit alleine bereits einen größeren Teil der Duisburger Eishockey-Geschichte ein als die Vorgängervereine DSC und DSV zusammen.

Links: Der EVD in der Saison 1992/93 mit Trainer Andreas Bukta (Mitte, rechts) und Torhüter Frank Pribil (vorne, Mitte). Rechts: Riesenparty im April 2005: Damals feierten die Fans mit dem Aufstieg in die DEL den größten Erfolg in der EVD-Vereinsgeschichte. Foto: verein/Stephan Eickershoff

Tatsächlich war die Zeitungsmeldung nicht groß, die verkündete, dass am 27. November 1991 der Eissport-Verein Duisburg gegründet worden war. Die Nachwirkungen vom schlimmsten Zusammenbruch des Duisburger Eishockeys waren erst gut einen Monat alt. Der Duisburger SV 1987 musste im Oktober den laufenden Spielbetrieb in der 2. Bundesliga einstellen. Wieder war die Kohle weg - wie schon viereinhalb Jahre zuvor beim DSC. Statt Essen und Iserlohn hießen die Gegner nun Bielefeld und, kurioserweise, ESC Iserlohn. Am 2. Februar 1992 stiegen die Füchse in den Spielbetrieb der Qualifikation zur Landesliga NRW ein. Dass 2005, also 13 Jahre später, der größte Erfolg mit dem Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga folgen sollte, ein Durchmarsch von ganz unten bis nach ganz oben, war kaum zu ahnen.

Für das Rahmenprogramm kündigen die Füchse Überraschungsgäste an - außerdem werden erstmals seit 45 Jahren zwei Trikotnummern gesperrt. Wer die beiden Spieler sind, die bereits in der Anfangsphase der Füchse die Aufbauarbeit leisteten, will der EVD erst am Sonntag verraten. Für das Spiel gegen die Moskitos haben die Füchse ein Sondertrikot entworfen - der original im Spiel getragene Dress wird dann nach dem Spiel im VIP-Raum der Füchse versteigert. Der Eintritt in den Fuchsbau wird nach Spielende daher auch frei sein. Nur der Essens- und Getränkeverzehr ist kostenpflichtig. Ein weiterer Höhepunkt: Die Spieler der "ersten 1. Mannschaft" werden mit dabei sein und den aktuellen Füchsen die Daumen drücken.

Das Schöne daran: Mit Marcel Jaskulski und Johannes Kehnen greifen aktuell zwei "Ur-Füchse" immer noch für den EVD zum Schläger. Denn seit einigen Jahren existiert eine Alt-Herren-Mannschaft bei den Füchsen, die auch immer wieder die Nachwuchsarbeit der Jungfüchse unterstützt. Diese beiden Früh-Füchse haben zudem zwei Meilensteine gesetzt. Marcel Jaskulski war der Spieler, der am 2. Februar 1992 im ersten Spiel des EVD beim TSVE Bielefeld das erste Tor erzielt hat. Und Johannes Kehnen hat gute Chancen für noch sehr lange Zeit den schnellsten Hattrick des EVD erzielt zu haben. Der Stürmer langte am 12. April 1992 beim ESC Iserlohn in nur 16 Sekunden dreimal zu. Das klingt nach einem Rekord für die Ewigkeit.

Ein Sonderheft der "Eiszeit" mit allem rund um 25 Jahre EVD wird es natürlich auch geben.

(RP)
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