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Eishockey: EVD: Die bestandene Reifeprüfung

Eishockey : EVD: Die bestandene Reifeprüfung

Der Fuchs hat's drauf! Das 4:3 des Duisburger Eishockey-Oberligisten EV Duisburg über die Kassel Huskies zum Auftakt der Aufstiegsrunde darf man durchaus als bestandene Reifeprüfung sehen.

Die guten Noten im Einzelnen: Die Mannschaft bewies Moral und kam nach einem 1:3-Rückstand zurück. Gegen einen Favoriten, der üblicherweise bei einem Zwei-Tore-Vorsprung bereits die Pizzabestellung für das Essen während der Rückfahrt im Bus aufgibt. Die junge Formation von Trainer Franz Fritzmeier bestätigte einmal mehr ihre große Heimstärke und das in der wohl härtesten Pflichtübung der Gruppenspiele, die zur Teilnahme an den Playoffs führen sollen.

Das Ziel ist gleich mit der Premiere in greifbare Nähe gerückt. Schließlich, die Gegner haben sich inzwischen auf die Klasse des Fuchses eingestellt. Der Huskies-Trainer Jamie Bartman gab dafür ein Beispiel. Vorbei die Zeiten, da die Verantwortlichen der besser ausgestatteten Teams artig gratulieren und den Fuchs loben, aber heimlich denken: "Das passiert uns hier nicht noch einmal."

Bartman setzte sich eher ernsthaft mit der Partie auseinander und klagte, dass man nun doch mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Franz Fritzmeier kann da inzwischen Großmut beweisen. Erst sagte er gewohnheitsmäßig: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft." Dann sagte er aber auch: "Ja, schon möglich, dass Kassel hätte hier etwas mitnehmen konnte." So diskutiert man auf Augenhöhe.

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Derweil wurde am Freitagabend draußen gefeiert. Fans und Spieler ließen sich den Coup auf der Zunge zergehen. Gemeinsam wurde gesungen und getanzt. Es ist halt ein rechter Spaß zu sehen, wie eine Formation über drei Drittel rackert und kämpft, wie sie sich trotz Rückschlägen den Lohn für alle Mühe sichert.

Die Füchse, lange von Personalproblemen verschont, finden nun das Thema auf der Tagesordnung wieder. Manuel Strodel, der stärkste Newcomer der Liga, musste die Saison mit einer Verletzung im Sprunggelenk beenden. Matt MacKay wechselte nach Köln. Nun zeichnet sich ab, dass Norman Hauner ebenfalls zurück auf die "scheel Sick" des Rheins wechselt. Philip Riefers hat sich bei den Haien verletzt. Hauner soll nun den Kader auffüllen.

Die Förderlizenzen aus Köln und Düsseldorf treten in Duisburg gern zur Aus- und Fortbildung an. Am Freitag spielte das alles nur eine Nebenrolle. Da wurde in der Scania-Arena Party gemacht und auf die Schulter geklopft. Schöne Momente sind vor allem dazu da, genossen zu werden.

(kew)