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Eishockey: EVD: Blinder Griff in die Wundertüte

Eishockey : EVD: Blinder Griff in die Wundertüte

Der einzige Eishockey-Fuchs, der gestern beim Pressegespräch so richtig schlecht aussah, war Karel Lang. Doch mit dem mächtigen 4:10 bei den Scorpions aus Hannover hatte der fahle Blick gar nichts zu tun. Der Co- und Torwarttrainern des DEL-Schlusslichts leidet an einer Erkältung.

Vor dem Gastspiel heute in Augsburg und dem Heimspiel am Sonntag um 18.30 Uhr möchte Trainer Didi Hegen die peinliche Panne am liebsten direkt abhaken. Kann ja mal passieren und dann weiter.

Eher Sarkasmus

Der Coach neigt da eher zum Sarkasmus: "Am Dienstag hatte die Mannschaft frei. Da sind wir am Mittwoch ein wenig mehr gelaufen." Das 4:10 ereignete sich am Dienstag. Das war‘s dann aber wirklich zum Thema. Hegen zeigt Zurückhaltung mit Grund. Der Prügel hat sich inzwischen abgenutzt, und das Personal erweist sich in diesem Jahr als extrem grobklotzig. Schläge auf den Buckel verwechselt es da schon mal mit Schulterklopfen. Vor dem Gastspiel heute beim Tabellenzehnten bleibt dem Trainer nichts anderes als der blinde Griff in die Wundertüte. Mal sehen, wie seine Cracks so drauf sind. Alptraumartig wie in Hannover oder traumhaft konzentriert wie beim 5:4 daheim gegen Berlin. Vorhersagen sind ausgeschlossen.

Wenn man es genau nimmt, hängt Wohl und Wehe ganz allein von einem Mann ab: Torhüter Lukas Lang entscheidet, was so gehen kann. In Hannover saßen sechs von acht Schüssen des Gegners. Da taugte der Rest dann auch nicht. Für einen Goalie außer Form spielen, dass vermag die Truppe nicht. Was Erinnerung an das erste Spiel in Augsburg bringt. Da war Lang ebenfalls nicht so gut zurecht und der Fuchs verlor trotz überlegener Vorstellung mit 2:4. Was jedoch den Torwart angeht, so darf man Hegen zustimmen: Kann ja mal vorkommen! Der junge Lang hat dem Fuchs mehr als einmal das Fell gerettet. Er ist zweifellos der verlässlichste Akteur im Team. Sünden sind da erlaubt.

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Umstellungen auf den vorderen Plätzen sind notwendig. Jean-Luc Grand-Pierre hat sich in Hannover beim Stande von 0:4 zu einer Zehn-Minuten-Strafe geboxt. Der Frust beschleunigte die Fäuste. Die Auszeit war die dritte und damit fehlt der Kapitän heute auf dem sinkenden Schiff. Daniel Tkaczuk pausiert weiter mit Achillessehnenbeschwerden. Ilpo Kauhanen soll mit einer ähnlichen Verletzung zumindest so weit fit gemacht werden, dass er heute auf der Bank sitzen kann.

Schließlich: Morgen um 15 Uhr sind drei Füchse zur Autogrammstunde an der Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt. Lukas Lang ist auch dabei. Seine Unterschrift könnte mit den Jahren an Wert gewinnen.

(RP)