EV Duisburg spielt gegen Saale Bulls Halle und Rostock Piranhas

Eishockey : EV Duisburg möchte die Siegesserie ausbauen

Der Oberligist hat das Eis in den vergangenen sechs Spielen immer als Gewinner verlassen. Am heutigen Freitag kommt es zum Duell mit den Saale Bulls Halle. Am Sonntag geht es dann zu den Rostock Piranhas.

Reemt Pyka lächelt. „Jedes Spiel ist wichtig.“ Doch der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg weiß, wie gut es wäre, wenn die Siegesserie der Füchse auch an diesem Wochenende anhalten würde. Sechsmal in Folge haben die Schwarz-Roten nun schon gewonnen und haben damit die Liga schon ein wenig durchpflügt. „Wenn wir am Freitag ebenfalls gewinnen, dann ziehen wir die Bulls an uns heran“, sagt der Coach.

Tatsächlich könnten die Füchse den Saale Bulls Halle, die am heutigen Freitag um 19.30 Uhr an der Wedau zu Gast sein werden, bis auf vier Punkte auf die Pelle rücken. Nicht minder wichtig ist die Sonntagspartie um 19 Uhr bei den Rostock Piranhas, die knapp hinter dem EVD im Klassement der Oberliga Nord rangieren.

In Halle hatte der EVD nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 in der Overtime gewonnen, verlor aber das Heimspiel gegen Sachsen-Anhalts einzigen Eishockey-Verein nach 1:0-Führung mit 2:4. Noch bitterer war das zweite Auswärtsspiel, als der EVD schon mit 3:0 vorne lag, aber mit 3:4 unterlag. Da dürfte die Revanchelust in den Augen der Füchse aufblitzen. Klingt fast so, als wäre eine 1:0-Führung im Duell dieser beiden Teams kein allzu gutes Zeichen. „Wir müssen natürlich auf Tyler Mosienko, Nathan Burns und Christopher Francis achten“, sagt Pyka. Mosienko hat beispielsweise exakt die gleiche Anzahl an Scorerpunkten erreicht wie der tschechische EVD-Stürmer Pavel Pisarik – nur anders aufgeteilt.

Während Mosienko 13 Mal getroffen und 42 Mal für seine Mitspieler aufgelegt hat, traf der Torjäger-Fuchs satte 40 Mal bei 15 Vorlagen. „In der defensiven Zone stehen die Saale Bulls sehr eng gestaffelt“, sagt Pyka. Heißt: Die Defensivformation muss in Bewegung versetzt werden, was unter anderem dadurch zu erreichen wäre, indem man häufig den Torabschluss sucht. „Wir haben unsere Schussrate deutlich erhöht“, sagt Pyka und deutet an, dass genau dies der Plan ist.

Um für offensiven Wirbel zu sorgen, ist freilich ein voll besetztes Team von Vorteil. Bereits seit Mittwoch ist klar, dass Artur Tegkaev seine Blessur, die ihn am vergangenen Wochenende zum Zusehen verdonnert hatte, auskuriert hat. Eine gute Sache – nicht zu Unrecht hatte Stürmer André Huebscher, der Siegtorschütze des Overtime-Siegs gegen den Herner EV am vergangenen Sonntag, betont, dass einer der Gründe für den Aufschwung der Füchse der Umstand ist, nun endlich vollzählig spielen zu können.

Am Sonntag geht es wieder auf große Fahrt. Genau 552 Kilometer sind es von der Margaretenstraße im Sportpark Wedau bis zur Schillingallee in Rostock. Der REC ist hervorragend in die Saison gestartet. „Das mussten wir ja am ersten Spieltag erfahren“, sagt Pyka. Mit 1:3 ging die Auftaktpartie in die neue Spielzeit verloren. Die Reise zu den Piranhas brachte dann aber einen 3:2-Sieg; das zweite Heimspiel ging mit 3:0 vergleichsweise klar an den EVD.

„Rostock hat einen eher kleinen Kader“, sagt Pyka. Das kann auf der langen Strecke einer Saison zum Problem werden. So sind die Piranhas aktuell bereits hinter den EVD zurückgefallen. „Wir müssen ein hohes Tempo gehen“, sagt der Coach. Die Piranhas haben sich mit Petr Gulda vom EHC Waldkraiburg, dem Bruder von Ex-Fuchs Dennis, verstärkt.

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