EV Duisburg hat zwei schwere Aufgaben vor sich

Eishockey : EVD hat zwei schwere Aufgaben vor sich

Der Oberligist empfängt am heutigen Freitag zunächst die Rostock Piranhas. Am Sonntag folgt dann das Auswärtsduell mit den Saale Bulls Halle. Den Fokus legt Trainer Reemt Pyka auf eine gute Abwehrleistung.

Rostock Piranhas. Das klingt nicht wie die große, weite Eishockey-Welt. Doch das Heimspiel am heutigen Freitag um 19.30 Uhr gegen das Team von der Ostsee lebt für den EV Duisburg nicht nur von der Tatsache, dass es sich um den Oberliga-Auftakt handelt – der REC hat sich ordentlich verstärkt und ist dabei, das Image der Grauen Maus abzulegen. Einer der Neuen wechselte auch von der Wedau an die Schillingallee: Stürmer Viktor Beck geht nun für Rostock an den Start. „Aber auf den Gegner wollen wir gar nicht schauen. Wir machen unser Ding und wollen erfolgreich in die Saison starten“, sagt Füchse-Trainer Reemt Pyka. Derweil ist die letzte Entscheidung vor dem Ligastart gefallen: David Cespiva wird die Füchse als Kapitän in die neue Saison führen. Als Assistenten werden ihm André Hueb­scher und Lasse Uusivirta zur Seite stehen.

Klar ist allerdings auch, dass Sam Verelst aufgrund von Leistenbeschwerden fehlen wird. „Auf unbestimmte Zeit“, wie die Füchse auf ihrer Homepage verkünden. „Ich hoffe natürlich, dass Sam bald wieder dabei ist“, sagt Pyka. Eine zeitliche Prognose fällt augenscheinlich aber schwer. Dennoch werden die Duisburger mit zwölf Stürmern ins Wochenende gehen – weil Neuzugang Alexander Eckl, an sich ein Verteidiger, bereits in der Vorbereitung seine Allrounder-Qualitäten unter Beweis gestellt hat und zunächst in der Offensive aufläuft. Dementsprechend geht der EVD mit sechs Verteidigern ins Wochenende. Das heißt aber auch: Für etwaige Verletzungen sind die Schwarz-Roten kaum aufgestellt. „Wir halten die Augen weiterhin offen“, sagt Pyka, der zudem ergänzt: „Wir haben derzeit einen Gastspieler im Training, der uns in unserer alltäglichen Arbeit sehr weiterhilft.“ Wer das ist? Diese Frage beantwortete der Coach mit einem Lächeln und Kopfschütteln.

Wo der Auftaktgegner derzeit steht, ist kaum zu beantworten, denn der REC hat sogar noch ein Testspiel weniger als der EVD bestritten und dabei nur gegen Regionalligisten (5:1 und 3:0 gegen FASS Berlin und 6:0 gegen den Hamburger SV) gespielt. Mit Verteidiger Lukas Gärtner (Timmendorf) hat sich ein weiterer Ex-Fuchs den Rostockern angeschlossen. Verteidiger Werner Hartmann (Essen) und Stürmer Dominik Patocka (Leipzig) peppen die Qualität des REC ebenso ordentlich auf wie die letztjährigen Zweitliga-Spieler Thomas Voronov (Bayreuth) und Marc Kohl (Weißwasser).

Weiter geht es am Sonntag um 18.15 Uhr mit dem Auswärtsspiel gegen die Saale Bulls Halle – ohne dass es zu einem Wiedersehen mit Raphael Joly kommt. Zwar hatte sich der Holland-Kanadier, der lange für den EVD gespielt hatte, dem einzigen Eishockey-Verein aus Sachsen-Anhalt angeschlossen, muss aber aufgrund einer schweren Erkrankung bis auf Weiteres aussetzen. Der Respekt vor dem Gegner ist dennoch groß. „Halle ist auf jeden Fall eine Top-4- oder Top-5-Mannschaft“, sagt Pyka.

Der Weg zum Erfolg soll dem Beispiel der Vorbereitungsspiele folgen: aufmerksam in der Defensive stehen und mit viel Tempo die neutrale Zone hinter sich lassen. Mit Rostock trifft der EVD allerdings erstmals auf einen Gegner, der den Füchsen das Spiel weitergehend überlassen könnte.

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