EV Duisburg gegen Crocodiles Hamburg in Eishockey-Oberliga

Eishockey : EV Duisburg: Konzentration ist das A und O

Der Oberligist hat seine jüngsten Auswärtsspiele verloren. Bei den Crocodiles Hamburg hofft die Mannschaft auf einen wichtigen Erfolg. Steven Deeg fällt weiter aus.

Gut spielen reicht nicht. Gewinnen ist das Ziel. Reemt Pyka, der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg, schaut ein wenig frustriert auf die beiden letzten Auswärtsabenteuer seiner Mannschaft zurück. Beim 2:3 gegen die Hannover Indians und dem 5:6 am Sonntag in Herne war über die gezeigte Leistung nicht viel zu meckern. Pyka: „Wir haben sehr gut gespielt.“ Freilich: Punkte gab es keine, und der EVD muss sich weiter auf Rang neun mit einem Auswärtsstartplatz für die Pre-Play-offs begnügen.

Am heutigen Freitag soll es anders werden. Der EVD gastiert um 20 Uhr in der Eishalle in Farmsen bei den Crocodiles Hamburg. Das junge Team muss sich nicht schonen. Der Spielplan sieht einen arbeitsfreien Sonntag vor. Dass der Gastgeber auf eigenem Eis verwundbar ist, zeigte das 4:3 der Rostock Piranhas beim Team von Trainer Jacek Płachta. Der EVD hat ebenfalls bereits gute Erfahrung mit den Crocos gemacht. Im Hinspiel gab es einen glatten 5:0-Sieg der Füchse. Reemt Pyka warnt freilich: „Der Gegner war da nicht komplett und das Spiel lief in unsere Richtung.“

In der Zwischenzeit haben die Hanseaten sich gefunden. Von den letzten acht Spielen gewannen sie sechs. Dazu gehörten auch so namhafte Gegner wie die Hannover Indians, die Hannover Scorpions oder der Herner EV. Damit schob sich die Mannschaft auf Platz sieben in der Tabelle vor. Nur vier Punkte beträgt der Abstand zu den Füchsen. Ein Sieg wäre ein Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten auf Augenhöhe im Rennen um einen der besseren Play-off-Plätze.

Reemt Pyka kennt den Schlüssel zum Erfolg. „Es gilt, die brutal starke erste Reihe im Zaum zu halten“, sagt der Trainer. Josh Mitchell, Bradley McGowan und Jakob Ustorf können einen Gegner schon mal ganz allein erledigen. Für den EV Duisburg geht es zudem darum, von der Strafbank wegzubleiben. Die Hamburger sind das drittbeste Team in der Liga, wenn es mit einem Mann mehr ins Drittel des Gegners geht. Die Füchse sind dagegen mit einigem Abstand das schwächste Team in Unterzahl.

Vor allem aber gilt es, über 60 Minuten die Konzentration zu halten. Die Kunstpausen kosteten trotz Führung die Aussicht auf einen Erfolg in Herne. Der Gastgeber drehte innerhalb von sieben Minuten im Schlussdrittel die Partie.

Ein Blick auf die Verletztenliste: Ricco Ratajczyk fällt mit einem Daumenbruch weiter aus. Für Steven Deeg, der enorm fehlt, kommt ein Einsatz in Hamburg zu früh. „Wir hatten gehofft, dass es reicht. Aber nach der Trainingswoche mussten wir einsehen, es macht keinen Sinn, ihn zu früh zu bringen“, sagt Reemt Pyka. Die Vorsicht ist berechtigt. Die Saison ist noch lang und Steven Deeg gehört zu den Spielern, die in der entscheidenden Phase gebraucht werden.

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