Lokalsport: Erster Test der Wölfe fällt recht ordentlich aus

Lokalsport : Erster Test der Wölfe fällt recht ordentlich aus

Teamgeist und Zusammenhalt stellen sich als Stärken heraus. Die Deckung arbeitet gut, im Angriff gibt's Luft nach oben.

Die Premiere fand in einem ganz kleinen Kreis statt. Das erste Spiel der OSC Wölfe Rheinhausen unter diesem Namen konnten die Anhänger des Absteigers aus der 3. Handball-Liga West nicht verfolgen: Weil das Duell mit Drittligist HSG Krefeld in einer Trainingseinheit durchgezogen wurde, stand keine Tribüne zur Verfügung. Rein sportlich gab es nachher freilich keinen Grund, irgendwas verbergen zu wollen. Thomas Molsner, die eine Hälfte des Trainergespanns neben HaDe Schmitz, zeigte sich mit der Leistung seines Teams bei der 22:29 (9:15)-Niederlage vollauf einverstanden. "Für das erste Spiel der Mannschaft in dieser Konstellation zu diesem Zeitpunkt bin ich sehr zufrieden", fasste es der frühere Bundesliga-Spieler zusammen.

Dass er den Aufgalopp nur eine Woche nach dem Trainingsstart auch nicht überbewerten wollte, lag auf der Hand: "Natürlich ist da noch viel Luft nach oben. Wir haben eine im Schnitt sehr junge Truppe, die noch recht grün hinter den Ohren ist. Was ich gesehen habe, stimmt mich aber für die kommenden Wochen positiv." Was sich momentan schon als Stärke herausbildet? "Der Teamgeist, der Zusammenhalt", betont Molsner. "Die Jungs verstehen sich untereinander sehr gut. Ansonsten haben wir bislang vor allem an der Deckung gearbeitet, auch da gab es gute Ansätze zu sehen."

Naturgemäß nicht ganz so prickelnd: die gerade einmal 22 eigenen Treffer. "In dem Bereich haben wir aber noch wenig gemacht", sagt der Trainer, der ansonsten die Gelegenheit zum Experimentieren reichlich nutzte und seine Akteure teilweise auf mehreren Positionen einsetzte. Ob sich am Kader noch irgendetwas tun wird, ließ Molsner offen: "Natürlich hätten wir auf der einen oder anderen Position Bedarf. Aber es muss auch passen. Ich würde nicht irgendwen holen wollen und dann einen Jugendspieler streichen müssen, das ist nicht unser Konzept." Ein Platz wäre für Nico Biermann noch frei: Das Eigengewächs ist nach dem Kreuzbandriss im Februar noch in der Reha-Phase. "Darauf und auf sein Abitur soll er sich aber konzentrieren. Wir machen ihm da keinen Druck", so Molsner.

Die Tore für Rheinhausen erzielten: Christian Mergner (5), Julian Kamp, Lukas Plaumann (3), Felix Busjan (3/1), Sebastian Schneider, Kevin Kirchner, Joel Huesmann (je 2), Niklas Weghaus und Yannick Kamp.

(RP)