1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg
  4. Sport

MSV: Erst "gepennt", dann verloren

MSV : Erst "gepennt", dann verloren

Noch vor der Zweitliga-Partie hat MSV-Coach Rudi Bommer vor dem "angeschlagenen Boxer" gewarnt. Verhindern konnte aber auch er die 0:2-Niederlage gegen 1860 München nicht. Ein Teil der Fans hatte den Schuldigen schnell gefunden. Einige wenige riefen "Bommer raus".

Sandro Wagner mochte gar nichts sagen. Der gebürtige Münchner in Diensten des MSV, der bereits nach 57 Minuten und nur einer "echten" Torchance ausgewechselt wurde, kam als Erster vom Duschen. Er hatte seine Mütze aufgezogen, sich seinen Schal um den Hals gewickelt und suchte wie auch das Gros seiner Teamkollegen schnurstracks den Weg in den Mannschaftsbus.

Und auch Rudi Bommer war nach der ersten Saisonniederlage und dem teils katastrophalen Spiel seiner Mannschaft sichtlich angefressen. "Ich ärgere mich über unsere Situation. Das Spiel gegen 1860 wäre eine gute Chance gewesen, an der Tabellenspitze dran zu bleiben. Dann wäre bis Weihnachten Ruhe gewesen", sagte der 51-Jährige. "So müssen wir wieder einen neuen Anlauf wagen und uns herankämpfen." Fünf Punkte nach vier Spieltagen — "das ist natürlich zu wenig, wenn man die Leistungen gegen Rostock und Augsburg sieht."

Fans riefen "Bommer raus"

Dabei haderte der Coach wieder einmal mit seinen Offensivkräften und den nicht genutzten Chancen in der ersten Halbzeit. Zumal München, das bis dato punktlos Letzter war, sichtlich verunsichert begann. "Wir waren präsent, hatten drei sehr gute Möglichkeiten, die wir zu leichtfertig vergaben", resümierte Bommer. Der ehemalige Coach der 60er spielte auf den Warnschuss von Wagner an und die beiden Kopfbälle von Dorge Rostand Kouemaha, von denen einer übers Tor ging und der andere von Torhüter Philipp Tschauner pariert wurde.

Doch es sei gut, dass der Fokus auf ihm liege, "dann stehen die jungen Spieler nicht so unter Druck". Die beste Antwort darauf wäre ein Sieg am Freitag gegen Aachen.

(RP)