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Eishockey: Erst die Scorpions, nun die Scorpions

Eishockey : Erst die Scorpions, nun die Scorpions

Die Scorpions wurden besiegt - auf geht's zu den Scorpions. Klingt kurios, ist aber so. Bekanntermaßen spielen die aus gemeinsamen Wurzeln stammenden Hannover Scorpions und Wedemark Scorpions in der Eishockey-Oberliga Nord.

Nachdem der EV Duisburg die durchaus stark einzuschätzenden Hannover Scorpions, beheimatet in Langenhagen, am Sonntag mit 5:1 besiegt hat, geht es am heutigen Mittwoch (20 Uhr) mit dem Auswärtsspiel gegen die Wedemark Scorpions in Mellendorf weiter.

Der aktuelle Gegner aus der Wedemark spielt durchaus eine beachtliche Saison. Denn in den vergangenen Jahren waren die Mellendorfer nach ihrem Aufstieg aus der Regionalliga eher ein Underdog. Als Tabellenelfter sind die Play-offs bei aktuell 19 Punkten Rückstand auf Platz acht kaum noch zu erreichen, doch der direkte Klassenerhalt ist greifbar. Der Vorsprung auf Rang 14 (die letzten fünf müssen eine Relegation mit drei Regionalligisten bestreiten) ist auf immerhin schon zehn Punkte angewachsen.

Offensichtlich ist allerdings, dass die Wedemärker auf ihre beiden Kontingentspieler angewiesen sind. Der Kanadier Michael Budd kommt auf 21 Tore und 23 Vorlagen, der US-Amerikaner Brett Beebe auf 20 Tore und 20 Vorlagen - damit liegen sie deutlich vor ihren Teamkollegen. "Natürlich müssen wir diese beiden Spieler im Blick haben", sagt EVD-Teamchef Lance Nethery. "Aber wir müssen vor allem so weitermachen wie zuletzt: Druck auf die gegnerischen Verteidiger ausüben, Abschlüsse suchen und engagiert und mit Biss zu spielen." Klar ist auch, dass die Füchse - wie es schon Trainer Brian McCutcheon nach dem Sieg gegen die Hannover Scorpions ansprach - ihre Strafen minimieren müssen: "Wir müssen clever sein, sonst kann uns das Punkte kosten."

Personell können die Füchse weiterhin auf den jungen Verteidiger Tom Schmitz (18) setzen, der sich prächtig eingeführt hat. "Tom hat wirklich gut gespielt. Ich hoffe, dass er so weitermacht", sagt Nethery. Derweil fällt Yannis Walch noch vier bis sechs Wochen aus, da er sich einen Anriss des Syndesmosebandes zugezogen hat.

Dominik Meisinger spielt diesmal für die Krefeld Pinguine; dafür könnte Lukas Koziol dabei sein. "Das Ziel ist auf jeden Fall, dass Lukas mindestens zehnmal bei uns spielen wird, damit er in den Play-offs für uns spielberechtigt ist." Dagegen könnte diesmal Finn Walkowiak für Krefeld in der DEL auflaufen. "Das ist völlig okay. Die Pinguine haben uns zuletzt sehr geholfen. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Das bekommen wir schon hin", betont der Teamchef.

Die Suche nach weiterem Spielerpersonal läuft. "Ein Stürmer und ein Verteidiger wären schon noch gut", sagt Nethery.

(the)