Rudern: Erfolgreicher Start beim Heimspiel

Rudern : Erfolgreicher Start beim Heimspiel

Ruderer Ulrich Groffy vertritt bei der internationalen Masters-Regatta die Duisburger Farben und wurde im Vierer mit Steuermann am ersten Wettkampftag Zweiter. Henrike Dirks und Sarah Mölders fuhren im Achter zum Sieg.

Im März des vergangenen Jahres war es, als sich sportlich erfolgreiche ältere Herren und Damen im Rathaus mal wieder die Tür in die Hand gaben. Ein leichtes Schmunzeln auf den Lippen als Vorfreude, die freundliche Atmosphäre und gute Stimmung allenthalben — es war mal wieder ein erfolgreiches Jahr für die fitten Oldtimer in verschiedenen Sportarten, gewissermaßen auf breiter Front. Zahlreiche herausragende Ergebnisse sprachen eine deutliche Sprache.

Bürgermeister Manfred Osenger ehrte mit Dezernent Reinhold Spaniel und DuisburgSport-Betriebsleiter Jürgen Dietz Duisburgs erfolgreichste Altmeister. Einer der Geehrten war der Duisburger Ulrich Groffy. Er räumte mit seinen Teamkollegen bei den Weltmeisterschaften der Masters 2009 in Wien groß ab und wurde dafür zeitlich etwas versetzt ausgezeichnet.

Selbstverständlich ist der 50-Jährige aktuell bei der 39. FISA World Rowing Masters auch wieder im Boot. Ein "Heimspiel" gewissermaßen. Und klar ist, dass der Ehrgeiz mitrudert, wenn es um die Platzierungen geht. Groffy jubelte in der österreichischen Hauptstadt über die Siege im Vierer mit Steuermann, im Achter und im Vierer ohne Steuermann — und will sie auf der Wedaubahn möglichst wiederholen.

Eine Ausbeute, die ihn stolz machte. Für die Masters seien die Weltmeisterschaften der Höhepunkt der Saison, "weil wir keine WM oder Olympischen Spiele haben", erklärt Groffy, der die Fahne des Duisburger Rudervereins seit bald 35 Jahren trägt. "Außerdem ist es immer toll, Sportler von früher wieder zu treffen, mit denen man im Laufe der Zeit Freundschaften geschlossen hat." Bei den Masters haben viele ehemalige Weltmeister und Olympia-Ruderer ihr Kommen zugesagt. Man kennt sich. Man kennt auch Groffy, den hageren Athleten mit dem hohen Scheitel.

Schließlich ist er zum vierten Mal dabei. Im vergangenen Jahr in Posen schaffte der Programmierer vier Siege. Der Vater von zwei Söhnen weiß für die Zukunft noch nicht genau, ob er weitermacht. "Ich rudere gern, aber man muss sehen, ob die Familie weiter mitmacht", blickt er voraus. Insgeheim rechnet er aber damit, "noch ein, zwei Jahre" dranzuhängen. Vier- bis fünfmaliges Training pro Woche macht deutlich, dass viel Zeit investiert wird. "Wir üben schon mal mehr als nötig", sagt Groffy. Am Mittwochabend war nach getaner Arbeit Training angesagt. Zu letzten Informationen nannte er seine Handynummer und meinte lachend, so gegen 14 Uhr am Donnerstag sei es aber ausgeschaltet. Da hatte Groffy sein erstes Rennen im Vierer mit Steuermann und wurde Zweiter.

(bem)
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