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Lokalsport: Erfolgreich improvisiert

Lokalsport : Erfolgreich improvisiert

Der ASCD entschied das erste Play-off-Viertelfinale gegen die White Sharks Hannover mit 16:8 für sich. Der DSV 98 unterlag zum Auftakt der Play-downs dem SC Neustadt mit 6:8.

Der ASC Duisburg steht mit einem Bein im Play-off-Halbfinale um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft. Im ersten Viertelfinale gegen die White Sharks Hannover gab sich der Vizemeister erwartungsgemäß keine Blöße und behielt mit 16:8 (3:1, 5:2, 6:3, 2:2) die Oberhand.

Obwohl Trainer Arno Troost gleich auf fünf Stammspieler verzichten musste, kam im Landesleistungszentrum zu keinem Zeitpunkt ein Zweifel an der Überlegenheit der Gäste auf. Bis zum 4:3 (13.) blieb der Liga-interne Aufsteiger auf Tuchfühlung, dann zog der ASCD auf und davon, sorgte noch vor der Pause für klare Verhältnisse und führte bereits Mitte des dritten Viertels erstmals mit acht Treffern Vorsprung (12:4/21.). "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Trotz der personellen Probleme haben wir das Spiel über weite Strecken klar dominiert", sagte Troost, der sich vor dem Anpfiff im Improvisieren üben musste.

Neben dem angeschlagenen Kapitän Tobias Kreuzmann mussten auch Kostas Gouvis (krank), Sven Roeßing (erst seit einer Woche wieder im Mannschaftstraining), Paul Schüler (gesperrt) und Torhüter Tim-Ole Fischer passen. Die Nachwuchskräfte Nils Illinger und Niclas Becker, die bereits erste Bundesliga-Erfahrung sammeln konnten, waren zeitgleich mit der A-Jugend im Einsatz. So traten lediglich zehn ASCD-Akteure den Weg nach Hannover an. Vor Ort rückte dann noch Nick Möller ins Team. Der 17-Jährige weilte mit der C2-Nationalmannschaft zu einem Lehrgang an der Leine. "Nick hat sich wie schon bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Waspo Hannover nahtlos in unser Spiel eingefügt", lobte Arno Troost den Youngster, der drei Treffer beisteuerte.

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Die Wahl zum Spieler des Tages sicherte sich Centerverteidiger Julian Real, der ebenso wie Dennis Eidner, am Samstag einziger nomineller Center, zu Hochform auflief. Freilich, auch von der Leistung der übrigen Amateure zeigte sich ihr Trainer angetan: "Alle haben sich mächtig ins Zeug gelegt und nie den Eindruck aufkommen lassen, dass gegen diesen ambitionierten Gegner etwas anbrennen könnte. Unsere Abwehr stand sicher. Vorne hätten wir noch die eine oder andere Chance mehr nutzen können, vor allem in Überzahl. Aber das war auch der Belastung geschuldet, die durch die fehlende Wechselmöglichkeit recht hoch war."

Weitaus weniger erfreulich verlief der Samstagnachmittag für den Duisburger SV 98. Zum Auftakt der ersten Play-down-Runde mussten die Wedauer gegen den SC Neustadt eine 6:8 (1:2, 2:2, 1:2, 2:2)-Heimniederlage quittieren und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. Am nächsten Wochenende müssten die 98er zwei Mal auswärts gewinnen, um vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Im Hallenbad Toeppersee brachten sich die Schützlinge von Carsten Jocks selbst um den allemal möglichen Erfolg.

Während die Abwehr im Sechs gegen Sechs zu überzeugen wusste, ließ die Angriffsleistung arg zu wünschen übrig. In der Anfangsphase ließen die Gastgeber beste Chancen aus, später fanden sie kaum noch ein Mittel gegen die kompakte Defensive des Gegners. Neustadt wiederum überzeugte in Überzahl; fünf ihrer acht Treffer erzielten die Pfälzer mit einem Mann mehr im Becken. Die Entscheidung fiel, als der DSV 98 nach dem 4:4 (19.) sieben Minuten ohne Treffer blieb. Neustadt zog auf 4:7 davon und brachte den Auswärtssieg anschließend sicher über Zeit.

(kök)