MSV Duisburg: Energie Cottbus: Mattuschka ist Joker

MSV Duisburg : Energie Cottbus: Mattuschka ist Joker

Vor 14 Jahren war die Welt beim FC Energie Cottbus rosarot. Die Lausitzer stiegen seinerzeit in die Fußball-Bundesliga auf und hielten die ostdeutsche Fahne im Oberhaus hoch. Im vergangenen Mai erreichte der Traditionsklub seinen vorläufigen Tiefpunkt: Mit einer 0:2-Pleite gegen den FC Ingolstadt endete das Kapitel 2. Fußball-Bundesliga. Cottbus hatte mit Rudi Bommer, dem glücklosen Stephan Schmidt und Jörg Böhme drei Trainer binnen einer Serie verbrannt.

Energie krempelte nach dem Absturz alles um, stellte sich komplett neu auf. Über 20 Spieler gingen, ebenso viele kamen. Neu-Coach Stefan Krämer sowie Sportchef Roland Benschneider formten ein komplett neues Team. Scheinbar stimmt der eingeschlagene Kurs. "Ich glaube, dass wir vieles von dem, was wir im Sommer hier anstoßen wollten, auf den Weg gebracht haben", stellte Krämer gegenüber "rbb-online" fest, "wir sind aber noch lange nicht angekommen. Da ist in vielen Bereichen noch Luft nach oben." Rund 9000 Fans kamen bisher im Schnitt zu den Heimspielen. Energie hat seine arg enttäuschten Anhänger zurückgeholt. Kürzlich harrten hunderte Fans bei einem Pokalspiel in Großräschen eine Stunde aus, bevor sie von ihren neuen "Lieblingen" alle Autogramme beisammen hatten.

Mit Torsten Mattuschka hat Cottbus sogar einen Star dazu gewonnen. Seit "Tusche", der bei Union Berlin vom neuen Trainer Norbert Düwel aussortiert wurde, zum FC Energie wechselte, ist das Trikot vom Mann mit der Nummer "34" der Renner im Fanshop. Noch ist Mattuschka allerdings nicht am Leistungslimit angelangt. Auch da sieht Krämer Luft nach oben.

(tt)
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